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Tollwut – Impfung, Symptome und mehr
Die Tollwut (Rabies) ist eine lebensgefährliche Virusinfektionskrankheit, die ohne Immunisierung innerhalb von 24 Stunden nach Infektion in fast 100 Prozent der Fälle zum Tode führt. Sie wird durch Rabiesviren verursacht.Die größte Gefahr einer Tollwut-Infektion besteht bei direktem Kontakt des infektiösen Tierspeichels mit der menschlichen Schleimhaut oder mit (auch bereits minimal) verletzter Haut, wie es bei Biss- und Kratzwunden oder aber auch durch Ablecken der Fall sein kann. Die Viren befallen das Gehirn und das Nervensystem. Die Folge sind Lähmungen, die in allen unbehandelten Fällen zum Tod führen. Symptome und Krankheitsverlauf bei Tollwut Die Symptome einer Tollwutinfektion können erst bis zu zehn Monaten nach der Infektion auftreten. Beim Krankheitsverlauf wird in drei Stadien unterschieden: Unspezifische Symptome (Prodromalstadium): Juckreiz und Taubheitsgefühl im Bereich der Eintrittsstelle, Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall und eventuell Husten. Im weiteren Verlauf kommt es zu Reizbarkeit und Empfindlichkeit gegen Licht, Geräusche und Luftzug. Das Fieber steigt weiter kontinuierlich an. Akutstadium (Exzitationsstadium): Es treten Zeichen von Hyperaktivität mit Muskelzuckungen und Krämpfen auf. Angstgefühle, Unruhe, abwechselnd aggressiver und depressiver Gemütszustand und Wasserscheu kommen dazu. Die optische oder akustische Wahrnehmung von Wasser führt zu Unruhe und Krämpfen, die sich auf die gesamte Muskulatur erstrecken können. Paralyse: Es treten fortschreitende Lähmungen auf. Der Patient fällt anschließend ins Koma und stirbt an einem Funktionsausfall des Gehirns. Diagnose und Behandlung bei Tollwut Der behandelnde Arzt stellt die Diagnose anhand der Berichterstattung des Patienten, der körperlichen Untersuchung und einem Antigennachweis aus Speichelproben oder Hautbiopsien. Die sichere Diagnose kann oft erst nach dem Tode des Patienten gestellt werden. Eine spezielle Behandlung gegen Tollwut gibt es nicht. Der Arzt reinigt die (Biss-)Wunde sorgfältig mit klarem Wasser, einer Seifen- oder Spülmittellösung. Anschließend desinfiziert er die Stelle mit Alkohol oder einer Jodlösung. Sollte keine Impfung vorliegen und bisher auch keine Krankheitssymptome aufgetreten sein, holt er diese nach. Schnelles Handeln ist gefragt: Sie sollten bei einer Kratz- oder Bissverletzung umgehend einen Arzt aufsuchen. Warten Sie mit der vorbeugenden Impfung nicht bis zur Rückkehr aus dem Urlaub. Die Krankheit ist meldepflichtig. Wo kommt Tollwut vor? Mit Ausnahme von Australien und einigen anderen Ländern kommt Tollwut mehr oder weniger überall vor. Die WHO schätzt jährlich eine Gesamtzahl von 60.000 Erkrankten. Mögliche Impfungen gegen Tollwut Gegen Tollwut kann geimpft werden. Die Impfung besteht aus drei Teilen: Nach der ersten Impfung folgt sieben Tage später die zweite und nochmals 28 Tage später die dritte Impfung. Der Impfschutz beträgt in der Regel fünf Jahre, wenn die erste Auffrischungsimpfung ein Jahr nach der Grundimmunisierung erfolgt. Die Impfung wird bei Reisen in Länder mit hohem Tollwut-Risiko und bei Menschen, die sich intensiv in der Natur aufhalten, empfohlen. Vorsorge gegen Tollwut Berühren oder streicheln sie keine freilaufende Tiere (zum Beispiel Hunde oder Katzen).
Symptome und Beschwerden in den Wechseljahren
Vor der letzten Monatsblutung (Menopause) können Wechseljahresymptome in Form von Unregelmäßigkeiten in der Menstruation auftreten: schwache Regelblutungen (Hypomenorrhoe), starke Regelblutungen (Hypermenorrhoe), verlängerte Menstruation (Menorrhagie), Schmierblutungen vor und nach der eigentlichen Menstruation, verkürzte Zyklen unter 25 Tagen (Polymenorrhoe), verlängerte Zyklen über 35 Tage (Oligomenorrhoe), Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhö) Die bekanntesten Symptome in den Wechseljahren (Klimakterium) sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Über 70 Prozent der Frauen leiden unter den sogenannten vasomotorischen Störungen – das heißt, die Gefäße reagieren in den Wechseljahren nicht mehr angemessen auf bestimmte äußere Reize. Diese Symptome sind allerdings vorübergehend. Sie werden nach Ende des Klimakteriums immer seltener. Dies gilt auch für andere typische Beschwerden in den Wechseljahren wie: Herzrasen, Schwindel, Schlafstörungen (meistens aufgrund von Hitzewallungen und nächtlichen Schweißausbrüchen), Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen, Reizbarkeit und Aggressionen, Kopfschmerzen, oft migräneartig, Konzentrationsstörungen, Nervosität, Angstzustände, starke Blutungen, Gelenk- und Muskelschmerzen Zudem steigt nach den Wechseljahren durch den Östrogenmangel das Risiko für ernsthafte Erkrankungen wie Osteoporose und Arteriosklerose. Der Grund: Östrogene verringern den Knochenabbau und senken den Spiegel des gefäßschädigenden LDL-Cholesterins – des „schlechten Cholesterins“. Weitere Symptome werden vom Östrogenspiegel beeinflusst. Bei diesen Symptomen handelt es sich vor allem um: Verringerte Durchblutung und Durchfeuchtung der Schleimhäute (trockene Scheide, trockene Augen, empfindliche Mundschleimhaut), Blasenschwäche (Harninkontinenz), Gewichtszunahme, Fettumverteilung, Veränderungen an Haut und Haaren (Verlust an Elastizität, Haut und Haare werden dünn und trocken), Haarwuchs im Gesicht (Kinn, Oberlippe), Libidoverlust Symptome oft besonders stark bei Frauen mit PMS Nicht alle Beschwerden und Krankheiten, die typischerweise in oder nach den Wechseljahren auftreten, sind jedoch eindeutig auf die veränderte Hormonsituation zurückzuführen. Ein klarer Zusammenhang besteht bei starken Blutungen, vasomotorischen sowie urogenitalen Beschwerden (zum Beispiel Scheidentrockenheit und Harninkontinenz). Auch Osteoporose und Arteriosklerose werden durch die sinkende Östrogenproduktion im Klimakterium gefördert. Auslösender Faktor ist sie allerdings selten. Zur Osteoporose tragen oft Bewegungs- und Belastungsmangel mehr bei als ein Östrogenmangel.Wer in der Vergangenheit unter ausgeprägten prämenstruellen Beschwerden (Prämenstruelles Syndrom) gelitten hat, ist oft auch von Beschwerden in den Wechseljahren besonders stark betroffen. Für Frauen mit Eierstockentfernung sind die Wechseljahre oft ebenfalls eine unangenehme Lebensphase: Bei ihnen setzt der Hormonmangel abrupt ein. Zudem fällt der Einfluss der Ovarien auf die periphere Östrogenproduktion weg, der bei Frauen ohne Eierstockentfernung auch noch in der Postmenopause besteht.Durchschnittlich seltener betroffen von typischen Wechseljahresbeschwerden sind höher Gebildete sowie Frauen, die regelmäßig Sport treiben und ihre Freizeit aktiv gestalten.
Das Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom)
Das Zervikalsyndrom oder Halswirbelsäulensyndrom (HWS-Syndrom) äußert sich durch Beschwerden, die von der Halswirbelsäule (HWS) oder dem Halswirbelsäulenbereich ausgehen.  Symptome beim HWS-Syndrom Typisch für das Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) sind Symptome wie Verspannungen im Nacken mit Nackenschmerzen, die zum Teil in den Schulterbereich oder auch Kopf (Spannungskopfschmerz) ausstrahlen. Strahlen die Schmerzen auch in einen oder beide Arme aus, spricht man von einer Zervikobrachialgie. Ursachen für das Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) Die Ursachen für das Zervikalsyndrom bleiben meist ungeklärt. Nur in zirka einem Prozent aller Fälle lassen sich schwerwiegende Erkrankungen als Auslöser finden. Meistens handelt es sich um unkomplizierte Nackenschmerzen, die sich oft auch nicht diagnostisch fassen lassen. Es gibt jedoch Einflussfaktoren, die das Auftreten von Nackenschmerzen begünstigen – zum Beispiel Übergewicht oder eine Schwangerschaft. Auch Menschen, die am Arbeitsplatz eine unnatürliche Haltung einnehmen oder monotone, wiederkehrende Bewegungen verrichten müssen, leiden häufig unter dieser Art von Rückenschmerzen. Besonders die Arbeit am Computer kann zu Verspannungen der Nackenmuskulatur führen. Ebenso kann eine unnatürliche Kopflagerung beim Schlafen Ursache für ein HWS-Syndrom sein. Negativer Stress, die subjektive Gesundheitseinstellung, Ängstlichkeit, Depression, generell psychische Belastungen oder Erkrankungen können ebenfalls zu schmerzhaften Verspannungen der Nackenmuskulatur führen, die Kopfschmerzen auslösen können. Die Diagnosemöglichkeiten beim HWS-Syndrom Für die Diagnostik des Zervikalsyndroms (HWS-Syndrom) stehen dem Arzt verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Neben der eingehenden Patientenbefragung (Anamnese) und Tastuntersuchung sind das nach Bedarf Röntgen, Computertomografie und Kernspintomografie. Die Behandlung beim HWS-Syndrom Bei unkomplizierten Nackenschmerzen ist meistens keine spezifische Therapie nötig. Die Selbstheilungstendenz ist sehr hoch. Daneben kann jeder Betroffene auch selbst viel dafür tun, dass sich ein Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) löst, und vorbeugen, damit es nicht wieder auftritt. Um die schmerzhaften Verspannungen wieder loszuwerden, wird eine ganze Palette von Behandlungsformen angeboten – zum Beispiel die Quaddeltherapie, die  Reizstrombehandlung (Iontoporese) und die Physiotherapie mit Massage. Allerdings ist für die meisten dieser Behandlungsmethoden bisher kein wissenschaftlicher Wirkungsnachweis erbracht worden. Für die Therapie des Zervikalsyndroms (HWS-Syndrom) eignen sich Krankengymnastik und sportliche Aktivität. Maßnahmen, die der Patient selbst anwenden kann und die ihm Linderung verschaffen – wie etwa Wärmeanwendungen – werden oft empfohlen.
HWS-Syndrom (Zervikalsyndrom) – Übungen
Örtliche Wärmeanwendungen bringen Linderung beim Zervikalsyndrom (Schulter-Nacken-Schmerzen), vor allem wenn man sie gleich zu Beginn der Schmerzen durchführt. Die Wärme entkrampft die Muskulatur und löst so Verspannungen. Wärmende Pflaster, Cremes, Bäder und Co können Sie zu Hause selbst anwenden. Übungen: Sport und Muskelaufbau bei Rückenschmerzen Voraussetzung Nummer eins für einen gesunden Rücken ist eine kräftige Muskulatur. Besonders beim Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) sind Bewegung und sportliche Aktivität für eine dauerhafte Heilung wichtig. Gleichzeitig sollten Sie darauf achten, dass nicht jede Sportart für Menschen mit Rückenbeschwerden und insbesondere Halswirbelsäulenbeschwerden gleich gut geeignet ist. Auch ist es von Bedeutung, ob Sie ein geübter Sportler oder ein Anfänger sind. Wenn Sie bereits seit vielen Jahren eine Sportart ausüben, können Sie ungünstige Bewegungen leichter vermeiden, als untrainierte Personen mit Rückenschmerzen, die erst mit der Sportart beginnen wollen. Im Alltag den Rücken entlasten Ob bei der Arbeit am Computer, einer Maschine oder im Haushalt, ob im Sitzen oder Stehen: Eine gesunde Körperhaltung bei der Arbeit hilft Ihnen, Rückenbeschwerden zu vermeiden und vorzubeugen. Doch nicht nur tagsüber wird Ihr Rücken belastet. Die richtige Schlafposition, in der die Wirbelsäule entlastet wird, ist für einen gesunden, schmerzfreien Rücken von großer Bedeutung. Übungen gegen Rückenschmerzen Gezielte Übungen bauen Rückenmuskulatur auf und lockern hartnäckige Muskelverspannungen. Ein regelmäßiges Trainingsprogramm lindert die Schmerzen und hilft, dass die Beschwerden nicht wiederkehren. Wir haben für Sie effektive und einfache Rückenübungen für zu Hause zusammengestellt. Entspannung gegen den psychischen Stress Sind neben den mechanischen Auslösern wie beispielsweise die Arbeit am PC, Stress und Konflikte die Ursache Ihrer Verspannungen, helfen verschiedene Techniken, besser mit dem Stress umzugehen. Löst sich die innere Anspannung, lösen sich auch Ihre Verspannungen. Autogenes Training Autogenes Training hilft, in Stresssituationen die innere Anspannung zu bewältigen und wieder zur Ruhe zu kommen. Kurse werden von Volkshochschulen, Vereinen oder Krankengymnasten angeboten. Yoga Yoga fördert ebenfalls die innere Ruhe und stärkt gleichzeitig Rücken und Nacken. Mit gezielten Übungen kann der Umgang mit Stress erleichtert werden. Progressive Muskelentspannung nach Jacobson Die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson kann Verspannungen abbauen, die durch zu starke Anspannung entstanden sind. Neben Rückenschmerzen gelten die Übungen als hilfreich gegen Kopfschmerzen, Magen- und Darmprobleme sowie viele andere Beschwerden. Die Jacobson-Methode soll helfen, den Schmerz besser zu bewältigen, die Durchblutung verbessert sich und das körperliche und seelische Wohlbefinden steigt. Wasser hilft heilen Eine Bäderbehandlung – vor allem im Thermalbad – entspannt Muskulatur und kann psychischen Stress lindern. Wenn Sie sich überlegen, eine Bäderbehandlung durchzuführen, sollten Sie sich vorher mit Ihrem Arzt absprechen. Die Behandlung wirkt sehr intensiv auf den gesamten menschlichen Körper und den Kreislauf, sodass sie nur nach einer gründlichen Untersuchung vom Arzt verordnet wird. Unproblematischer und einfach zu Hause durchzuführen sind dagegen Bäder in der Badewanne – zum Beispiel mit Fichtennadel-Badezusatz. Auch sie führen zu einer Verbesserung der Durchblutung. Ein wohltuendes Bad hilft Ihnen, nach einem stressigen Arbeitstag Ihre Muskeln zu entspannen und gleichzeitig zur Ruhe zu kommen. Medikamente Bei einem einfachen Zervikalsyndrom ist es nicht zu empfehlen, Medikamente einzunehmen. Sind die Beschwerden spontan entstanden, so klingen sie von alleine wieder ab. Leiden Sie unter chronischen Beschwerden, werden die Verspannungen wahrscheinlich wiederkehren, solange die eigentliche Ursache nicht beseitigt ist. Ein schmerzlinderndes oder muskelentspannendes Präparat nützt deshalb nur für Stunden. Bei längerfristiger Anwendung wachsen die Gefahren unerwünschter Nebenwirkungen auf Magen, Leber, Niere und Blutbild. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie Medikamente gegen das Zervikalsyndrom einnehmen möchten.
Schlafstörungen – Schlafambulanz
Wer an einer Schlafstörung leidet, dem kann ein Besuch in einer Schlafambulanz helfen. Schlafmediziner werden Sie dort genau untersuchen. Diagnostik in der Schlafambulanz: intensive Befragung Wenn Ihr Hausarzt Ihnen nicht helfen konnte und Ihre Schlafstörungen anhalten, drängen Sie auf eine Überweisung in eine Schlafambulanz. Inzwischen gibt es rund 50 Schlafambulanzen in Deutschland. Die Schlafmediziner, die dort arbeiten, fragen Sie nach: Ihrer Schlafdauer und -qualität, Einschlafproblemen, Besonderheiten im Schlaf-Wach-Rhythmus, Lebensgewohnheiten und Schlafhygiene, Schnarchen, häufigen nächtlichen Wachphasen, nächtlichen Gängen zur Toilette, Schmerzen oder Kribbeln in den ruhenden Beinen, Albträumen, Zähneknirschen, auffälligen Bewegungen im Schlaf, Nachtschweiß, nächtlichen oder morgendlichen Kopfschmerzen, frühmorgendlichem Erwachen, Tagesmüdigkeit, unfreiwilligem Einschlafen am Tage, Leistungsfähigkeit Es besteht außerdem die Möglichkeit, die Bestandsaufnahme in der Schlafambulanz durch Fragebögen zu ergänzen, die auch gezielt das subjektive Empfinden der Müdigkeit ermitteln. Auch Fragen zu Gedächtnisleistung, Geschicklichkeit und Konzentrationsfähigkeit sind möglich. Ein Aktimeter misst die Wach- und Schlafphasen Manchmal geben die Schlafmediziner in der Schlafambulanz dem Patienten ein Aktimeter mit nach Hause. Es sieht aus wie eine Armbanduhr und wird nachts getragen. Das Aktimeter enthält einen Sensor, der aufzeichnet, wann sich der Körper bewegt und wann nicht. Es liefert so ein Bild des Schlaf-Wach-Rhythmus. Das ist hilfreich, weil der Patient sein Schlafverhalten nie objektiv beobachten und schlecht beschreiben kann – weshalb auch Schlaftagebücher meistens ungenau sind. Nasenbrille und Bauchgurt bei Verdacht auf Schlafapnoe Die Ärzte in der Schlafambulanz geben Patienten mit Verdacht auf Schlafapnoe oft auch ein Screening-Gerät mit, das wie ein Mobiltelefon aussieht und mittels Nasenbrille die Atmung aufzeichnet sowie mittels Brustgurt die Bewegung des Brustkorbs und des Zwerchfells. Außerdem registriert es die Sauerstoffsättigung des Blutes, den Puls, die Wechsel der Körperlage und das Schnarchen. Haben die Schlafexperten den Verdacht, dass Sie im Schlaf unter Atemstörungen leiden (Schlafapnoe), werden sie Ihnen meistens nach der Untersuchung in der Schlafambulanz eine weitere, genauere Untersuchung im Schlaflabor empfehlen, wo auch eine akustische und visuelle Überwachung Ihres Schlafs möglich ist. Schlaftagebuch erleichtert die Diagnose in der Schlafambulanz Die Wartelisten der Schlafambulanzen sind lang. Doch lassen Sie sich davon nicht abschrecken: Allein das Wissen, dass einem bald Experten zur Seite stehen werden, beruhigt und kann bereits den Schlaf fördern. Dokumentieren Sie Ihre Schlafstörungen während der Wartezeit vier Wochen lang in einem Schlaftagebuch, in dem Sie Ihre Einschlaf- und Aufwachzeiten notieren. Das erleichtert den Schlafexperten in der Schlafambulanz später die Diagnostik. Ein Schlaftagebuch können Sie bei der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) bestellen.
Schlafstörungen – Schlafapnoe
Wenn die Atmung im Schlaf mindestens fünf Mal pro Stunde aussetzt, leidet der Betroffene an einer Schlafapnoe. Was dagegen hilft. Schlafapnoe ist weit verbreitet: 24 Prozent aller Männer sind von nächtlichen Atemaussetzern betroffen – vor allem Übergewichtige ab 40 Jahren. Auch neun Prozent aller Frauen leiden unter der Schlafstörung. Dies hat eine Bevölkerungsstudie in den USA mit 600 Probanden ergeben, die im Schlaflabor untersucht wurden. Ursache für die Schlafapnoe Die Ursache für die Schlafapnoe ist eine Muskelschwäche im Rachenraum: Die Zunge fällt nach hinten, die Rachenseitenwände kollabieren und das Gaumensegel erschlafft. So verengt sich der Atemweg, was als Schnarchgeräusch zu hören ist. Gefährlich wird das Schnarchen, wenn sich der Atemweg komplett verschließt. Dann setzt die Atmung zehn bis 60 Sekunden aus, manchmal auch zwei Minuten. Ab fünf Atemaussetzern pro Stunde sprechen Mediziner von einer Schlafapnoe. Es gibt unterschiedliche Ursachen für die Muskelschwäche im Rachenraum. Oft ist sie durch zentrale – also im Gehirn ablaufende – Prozesse bedingt. Diese wiederum können durch Alkohol, Drogen und Medikamente verursacht oder beeinflusst werden. Aber es gibt auch anatomische Ursachen wie Übergewicht. Schlafapnoe: extreme Belastung für das Herz Während des Atemaussetzers steigt der Kohlendioxidgehalt im Körper. Davon wacht der Schlafende auf, oft nur ganz kurz und unbemerkt. Doch diese Kurzwachphasen oder Arousals belasten das Herz extrem: Während der Apnoe sinken Puls und Blutdruck – danach, wenn die Person wieder tief durchatmet, steigen sie abrupt. Fast alle Patienten entwickeln Bluthochdruck Schon mehr als 20 Unterbrechungen pro Stunde sind ein großes Risiko für das Herz-Kreislauf-System und reduzieren die Lebenserwartung um etwa acht bis zehn Jahre. Fast alle Patienten mit Schlafapnoe entwickeln im Laufe der Zeit Bluthochdruck. Sie haben ein hohes Risiko für Herzrhythmusstörungen, einen nächtlichen Schlaganfall oder Herzinfarkt und auch für Diabetes mellitus. Eine Nasenmaske verhindert Atemaussetzer Eine wirkungsvolle Hilfe gegen die Atemaussetzer bietet eine nächtliche Überdruckbeatmung mit einer Nasenmaske, die die Atemwege frei hält. Die Nasenmaske wird auch CPAP-Gerät genannt. CPAP steht für continuous positive airway pressure, also kontinuierlicher Atemwegsdruck. Den Gebrauch des CPAP-Geräts lernen Sie im Schlaflabor. Neuere Therapieform: der Zungenschrittmacher Ein Zungenschrittmacher ist ein Implantat, das Betroffenen von obstruktiver Schlafapnoe in den Brustkorb eingesetzt wird. Das Implantat stimuliert mithilfe elektrischer Impulse den Unterzungennerv (Hypoglossusnerv) so, dass die Zunge nicht mehr zurückfällt und Atemaussetzer verhindert werden. Empfehlungen bei einer milden Schlafapnoe und Schnarchen: Gewichtsreduktion, Alkohol- und Drogenverzicht, Vermeiden der Rückenlage, Kinnbinde (in der Apotheke erhältlich), Nasenflügelspreizer (in der Apotheke erhältlich), Protrusionsschiene (Aufbissschiene), die der Zahnarzt anpassen kann Extreme Tagesmüdigkeit ist typisch Wenn Sie oft schnarchen, morgens unter Kopfschmerzen leiden, obwohl Sie ausreichend geschlafen haben oder tagsüber oft extrem müde sind, empfiehlt sich dringend ein Arztbesuch beziehungsweise eine Untersuchung im Schlaflabor: Es könnte sein, dass Sie unter einer Schlafapnoe leiden.
Schlaftabletten bei Schlafstörungen
Schlaftabletten sind wirksam, sollten aber wegen möglicher Nebenwirkungen nur kurzfristig angewendet werden. Außerdem sollte eine medikamentöse Therapie bei Schlafstörungen erst erfolgen, wenn andere Therapieformen nicht erfolgreich waren.  Schlaftabletten haben ein schlechtes Image. Das kommt nicht von ungefähr: Früher wurden bei Schlaflosigkeit vor allem Benzodiazepine, scheinbar bedenkenlos und in großer Menge, verschrieben. Diese haben ein hohes Abhängigkeitspotenzial.Heute sind Schlafmediziner sehr vorsichtig beim Verschreiben von Schlaftabletten. Wenn ein Schlafmediziner nach der Diagnosestellung eine Pille für besseres Schlafen verschreibt, tut er das mit Bedacht. Die Therapie von Schlafstörungen mit Schlaftabletten erfolgt in angepassten Abstufungen: von niedriger Dosis bis zu höherer Dosis, vom schwachen zum stärkeren Wirkstoff. Chance: den Teufelskreis durchbrechen Wenn eine kognitive Verhaltenstherapie keine Linderung bringt, empfiehlt die aktuelle Leitlinie, dass Patient und Arzt gemeinsam entscheiden, ob eine medikamentöse Therapie ausprobiert wird. Schlaftabellen können helfen, den Teufelskreis aus Schlafstörungen und Angst vor den Schlafstörungen zu durchbrechen. Denn sie zeigen dem Betroffenen, dass Schlafen noch möglich ist. Gleichwohl stellen Schlaftabletten keine Dauerlösung dar und behandeln immer nur eine akute Schlafstörung, nie aber ihre Ursachen. Allerdings sollten Sie Schlaftabletten nie auf eigene Faust einnehmen. Wichtig ist, dass Sie in ständigem Kontakt zu Ihrem Hausarzt oder einer Schlafambulanz stehen und nur die dort verordneten Medikamente nehmen. Schlaftabletten: Benzodiazepine und sedierende Antidepressiva Medikamente mit dem Arzneistoff Benzodiazepin wirken beruhigend und entspannend und können die Schlaflosigkeit daher effektiv lindern. Allerdings sind die Nebenwirkungen hoch und die Risiken einer Langzeitbehandlung nicht abzuschätzen. Daher werden die Medikamente in der Regel nicht länger als vier Wochen angewendet.Oft werden auch sedierende Antidepressiva verschrieben. Sie wirken ebenfalls entspannend und schlaffördernd. Außerdem lindern sie die depressive Verstimmung, die oft Folge einer andauernden Schlafstörung ist. Aber auch hier wird eine Langzeitbehandlung nicht empfohlen. Schlaftabletten: Z-Präparate entspannen emotional Als moderne Schlafmittel gelten heute die sogenannten Z-Präparate, wie Zolpidem oder Zopiclon. Diese Schlaftabletten wirken im Schlafzentrum des Gehirns auf den Neurotransmitter Gamma-Amino-Buttersäure. Außerdem beeinflussen sie die Wirkung von Noradrenalin, Acetylcholin und Serotonin. Diese Neurotransmitter beeinflussen vegetative Vorgänge im Körper wie die Gefäß- und Bronchienweitung, aber etwa auch den Schlaf-Wach-Rhythmus und die Stimmung. Die Z-Präparate wirken emotional entspannend und beruhigend. Diese Schlaftabletten haben außerdem den Vorteil, dass sie weniger abhängig machen als Benzodiazepine. Vorsicht vor Alkohol und Antihistaminika Als beliebte rezeptfreie Schlaftabletten werden bei Schlafstörungen oft ältere Antihistaminika benutzt – ursprünglich Medikamente gegen allergische Reaktionen, die allerdings eine einschläfernde Nebenwirkung haben. Doch Schlafexperten raten von Antihistaminika als Schlaftabletten ab:  Sie können Organe wie die Leber schädigen. Auch können bei unsachgemäßer Dosierung epileptische Anfälle ausgelöst werden oder Muskel- und Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen und Blutbildveränderungen auftreten. Im schlimmsten Fall rufen sie bei längerer Einnahme gefährliche körperliche Entzugserscheinungen hervor. Der schnelle Wirkungsverlust spricht ebenfalls gegen eine Therapie mit diesen Medikamenten. Gänzlich abzuraten ist von Alkohol als Schlafmittel: Er hilft zwar beim Einschlafen, doch er stört den Tiefschlaf und verhindert das Durchschlafen. Für alle Schlaftabletten – auch pflanzliche – gilt: Die Therapie nie abrupt, sondern immer schrittweise beenden.
Schmerz – Nozizeptor-Schmerzen
Nozizeptoren sind Schmerzrezeptoren, die zum Beispiel auf Druck, Hitze oder verletztes Gewebe reagieren. Werden sie erregt, geben sie das Signal an das zentrale Nervensystem weiter. Die Wahrnehmung von Schmerzen, also den Schmerzsinn, nennt man Nozizeption. Nozizeptoren oder auch Nozirezeptoren sind Nervenzellen mit freien Endungen in Haut, Organen und Knochen, die zum Rückenmark führen. Zu den Nozizeptor-Schmerzen gehören alle Schmerzarten, die auf einer Reizung dieser Rezeptoren beruhen. Je nach Ort der Reizung wird der Schmerz unterschiedlich empfunden und lokalisiert. Nozizeptor-Schmerzen haben in der Regel eine Warn- oder Schutzfunktion. Wo Nozizeptor-Schmerzen entstehen Bei Nozizeptor-Schmerzen wird zwischen somatischen und viszeralen Schmerzen unterschieden. Somatische Schmerzen unterteilen sich wiederum in Oberflächen- und Tiefenschmerzen.   Bei Oberflächenschmerzen werden die Endungen von Nozizeptoren erregt, die sich nahe der Hautoberfläche befinden. Damit am ganzen Körper Schmerz spürbar ist, sind viele Schmerzpunkte notwendig: Auf einem Quadratzentimeter Haut liegen in etwa 50 bis 200 Schmerzpunkte. Die Schmerzen sind auf der Hautoberfläche – zum Beispiel nach einem Nadelstich – in der Regel unmittelbar an der betroffenen Stelle spürbar. Schmerzen an Knochen, Knorpeln, Muskeln und Bindegewebe werden als Tiefenschmerzen bezeichnet. Dazu zählen beispielsweise Muskelkrämpfe oder Kopfschmerzen.   Entstehen Schmerzen dadurch, dass bestimmte Schmerzsensoren im Körperinneren erregt werden, wie etwa bei einer Gastritis, wird der Schmerz auf die Körperoberfläche übertragen. Dieser Eingeweide- (oder Viszeral-) Schmerz heißt deshalb auch „übertragener“ Schmerz. Schmerzentstehung: Schmerzstoffe stimulieren Nozizeptoren Um Oberflächen- oder Tiefenschmerzen wahrnehmen zu können, müssen Nozizeptoren stimuliert werden. Ist zum Beispiel Gewebe beschädigt, werden an dieser Stelle bestimmte Schmerzstoffe wie Bradykinin, Serotonin oder Histamin ausgestoßen. Diese körpereigenen Stoffe erregen die Nozizeptoren und lösen Schmerzen an der betroffenen Stelle aus.Die äußeren Reize, durch die die Nozizeptoren in der Folge stimuliert werden, können unterschiedlicher Natur sein. Nozizeptoren in der Haut reagieren auf chemische Stoffe und thermische Reize, also auf Hitze oder Kälte. Auch eine mechanische Erregung ist möglich, zum Beispiel durch das Ausüben von Druck. Faserbeschaffenheit der Nozizeptoren bestimmt Schmerzqualität Nozizeptoren können aus dünnen, markhaltigen (AδFasern) oder aus marklosen Nervenfasern (C-Fasern) bestehen. Je nach Beschaffenheit der Nozizeptoren haben Schmerzen unterschiedliche Qualitäten und treten zu verschiedenen Zeiten auf: Bestehen sie aus dünnen markhaltigen Nervenfasern, tritt sofort ein kurz andauernder Schmerz ein. Er ist hell, stechend, gut zu verorten und entsteht als erste Reaktion auf Oberflächenschmerzen. Der Reiz löst meist im Rückenmark einen Flucht- oder Abwehrreflex aus, um den Betroffenen vor der Gefahrenquelle zu schützen.   In der Folge wird meist eine länger andauernde Schmerzwelle in Gang gesetzt. Die dafür zuständigen Nozizeptoren bestehen aus marklosen Nervenfasern. Sie lösen einen dumpfen oder brennenden Schmerz aus, der nicht exakt zu lokalisieren ist. Oft nimmt der Betroffene durch diesen Schmerz eine bewusste Schonhaltung an oder entwickelt Unlustgefühle. Da die marklosen Nervenfasern die Schmerzinformationen langsamer leiten, wird dieser Schmerz erst eine halbe bis eine Sekunde später spürbar. Auch Tiefenschmerzen sind meist als dumpf und schlecht lokalisierbar zu charakterisieren. So wird der Schmerz im Gehirn verarbeitet Nozizeptoren nehmen den Schmerzreiz auf, wandeln ihn in elektrische Impulse um, die dann ins Rückenmark und ins Gehirn weitergeleitet werden. Im Rückenmark werden so Abwehrreflexe ausgelöst. Im Gehirn sind unterschiedliche Bereiche für die Weiterverarbeitung des Schmerzes zuständig: In der Retikulärformation (Formatio reticularis), einer Nervenansammlung aus grauer Substanz im Stammhirn, werden vegetative Körperreaktionen ausgelöst. So kann zum Beispiel der Blutdruck steigen oder ein Brechreiz ausgelöst werden. Im limbischen System wird der Schmerz gefühlsmäßig bewertet. Eine genaue Verortung des Schmerzes findet im somatosensorischen Cortex, einem Bereich der Großhirnrinde, statt.
Schnupfen wirksam behandeln
Schnupfen (Rhinitis) ist meist harmlos und kann selbst behandelt werden. Wenn jedoch auf die Vireninfektion eine Infektion mit Bakterien folgt, kann es zu Komplikationen wie einer Nasennebenhöhlenentzündung kommen. Diese bedarf der Behandlung durch einen Arzt. Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn der Schnupfen länger als eine Woche anhält,, Fieber auftritt,, starke Kopfschmerzen und eine auffällige Sekretbildung (Blut, Eiter, grünliche Verfärbung des Nasenschleims) den Schnupfen begleiten oder, Schmerzen an Stirn und im Wangenbereich auftreten – besonders beim Bücken (Verdacht auf eine Nasennebenhöhlenentzündung). Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man auch selbst behandeln – beispielsweise mit abschwellenden Nasentropfen oder -sprays. Diese Mittel verschaffen schnell Linderung und eine freie Nase, sollten jedoch nur kurzfristig angewandt werden. Auch Salzlösungen und pflanzliche Mittel können gegen Schnupfen eingesetzt werden. Sie befreien ebenfalls von Schleim und erleichtern die Atmung. Tipp: Nasentropfen oder Sprays dürfen nicht von mehreren Personen gleichzeitig benutzt werden, sonst könnten die Krankheitserreger von einer Person zur anderen weitergegeben werden. Beschriften Sie die Fläschchen mit Namen und Datum des Anbruchs. Geöffnete Nasentropfen oder -sprays sind nur begrenzt haltbar. Beachten Sie die Angaben im Beipackzettel. Grippemittel – Erkältungskapseln und Säfte Erkältungspräparate mit Wirkstoffkombinationen – sogenannte Grippemittel – wirken Kopf- und Gliederschmerzen entgegen, bekämpfen gleichzeitig verschiedene Erkältungssymptome und wirken zusätzlich fiebersenkend. Durch eine abschwellende Wirkung auf die Schleimhäute werden Schnupfensymptome wie eine verstopfte Nase gelindert. Manche Medikamente unterdrücken auch den Hustenreiz. Allerdings sind einige Kombinationspräparate bei Diabetes mellitus, andere bei Bluthochdruck und Blasenentleerungsstörungen mit Restharnbildung – zum Beispiel Prostatabeschwerden – nicht geeignet. Beachten Sie hierzu bitte den Beipackzettel.Im Allgemeinen sind Einzelpräparate den Kombinationsmedikamenten vorzuziehen. Denn es kann bei Kombimitteln zur Übermedikation kommen. Das heißt, dass überflüssige Mittel eingenommen werden. So nimmt man mit einem Kombimittel oft fiebersenkende Medikamente und Mittel zur Hustenbekämpfung ein, obwohl vielleicht ein einfaches Hustenmittel ausreichen würde. Wechselwirkungen und Gegenanzeigen Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Auch weitere Hinweise zu den einzelnen Medikamenten finden Sie im Beipackzettel. Therapie von allergischem Schnupfen Bei einem allergischen Schnupfen können zum Beispiel antiallergische Nasensprays und Antihistaminika die Beschwerden lindern. Die beste Therapie bei einer allergischen Rhinitis ist jedoch, die Allergene – also die allergieauslösenden Substanzen – komplett zu meiden. Doch diese sogenannte Allergenkarenz ist nicht immer möglich.
Ursachen von Muskelverspannungen im Rücken
Von Schreibtischarbeit bis Übergewicht – Ursachen für Muskelverspannungen im Rücken gibt es viele. Ebenso zahlreich sind die Risikofaktoren. Verspannungen der Nackenmuskulatur entstehen häufig nach langen Schreibtischarbeiten beziehungsweise sitzenden Tätigkeiten. Durch Haltungsfehler und einseitige Belastung verkrampft die Muskulatur der Halswirbelsäule. Häufig verursacht das auch Kopfschmerzen.Weitere Ursachen für Muskelverspannungen im Rücken sind: Fehlhaltungen und falsche Bewegungsabläufe Heben und Tragen von zu schweren Lasten (schwere Gegenstände immer mit geradem Rücken und gebeugten Knien heben) psychische Belastungen (Ängste und Sorgen verkrampfen) Übergewicht (Verspannung durch falsche Haltung) Bewegungsmangel (langes Sitzen) zu schwach ausgebildete Rücken- und Bauchmuskeln Teufelskreis durch Hexenschuss Auch ein Hexenschuss kann Verspannungen der Rückenmuskulatur auslösen. Beim Hexenschuss ist der Schmerz auf den Bereich der Wirbelsäule beschränkt. Ein Hexenschuss entsteht durch „falsche“ Bewegungen – zum Beispiel schnelles Bücken – werden die Wirbelgelenke oder die Bandscheiben geschädigt und in ihrer Funktion beeinträchtigt. Die dadurch entstehenden Schmerzen führen zu Verspannungen. Bewegung ist dann kaum noch möglich. Die vermeintliche Schonhaltung, die die Betroffenen einnehmen, löst zusätzliche Verspannungen und Schmerzen aus. So kann ein Teufelskreis entstehen. Rückenschmerzen: Wenn die Seele Einfluss nimmt Nicht immer kann der Arzt eine körperliche Ursache feststellen, wenn ein Patient an Rückenschmerzen leidet. Oft liegen dann die Ursachen mehr im seelischen Bereich. Nicht selten klagen Menschen, die beruflich sehr angespannt sind und sehr diszipliniert arbeiten, über Rückenschmerzen. Bei anderen treten die Beschwerden in Zeiten der Sorge oder der Trauer auf, bei Frauen auch häufig in den Wechseljahren. In diesen schwierigen Situationen mit andauernder psychischer Belastung, verkrampft man oft auch innerlich und spannt dadurch seine Rückenmuskulatur krampfhaft an. Die Folge: Verspannungen, Muskelverhärtungen und Schmerzen in der Hals- und Lendenwirbelsäule. Wenn Sie unter Rückenschmerzen leiden und in einer schlechten psychischen Verfassung sind, sollten Sie sich Ihrem Arzt anvertrauen. Sonst besteht die Gefahr einer Fehldiagnose und Fehlbehandlung. Zum Beispiel könnte er die Schmerzen einer eventuell vorhandenen geringfügigen Bandscheibenvorwölbung zuordnen und eine entsprechende – überflüssige – Behandlung durchführen. Die Möglichkeit, dass psychische Ursachen vorliegen, muss der Arzt immer berücksichtigen. Gerade in solchen Fällen ist es wichtig, dass Sie selbst darüber nachdenken, ob Ihre Rückenschmerzen psychisch bedingt sein könnten. Wenn ja, sollten Sie darüber offen mit Ihrem Arzt sprechen, damit die richtige Behandlung stattfinden kann. Grundsätzlich wird der Arzt immer zuerst eine organische Schmerzursache ausschließen. Fallbeispiel: Christiane B., 45 Jahre, litt unter Rückenschmerzen. „Ich bin Prokuristin in einem mittelständischen Unternehmen und habe viel Verantwortung zu tragen. Mein Arbeitstag beträgt häufig zwölf Stunden und mehr, so dass ich zu Freizeitaktivitäten wie Sporttreiben weder Zeit noch Lust hatte. Als dann die Firma in Schwierigkeiten geriet, weil ein großer Auftrag platzte, fingen bei mir plötzlich fast unerträgliche Rückenschmerzen an. Da ich wusste, wie schlecht Bewegungsarmut für den Rücken ist, begann ich mit einem harten Fitnesstraining, was meine Schmerzen allerdings nur noch verstärkte. Schließlich entschloss ich mich, zum Arzt zu gehen, der einen Bandscheibenschaden ausschließen konnte. Da er sehr freundlich und aufgeschlossen war und mir mit seiner geduldigen Art Vertrauen einflößte, erzählte ich ihm von den Problemen in der Firma und den Sorgen, die ich mir wegen der Rückenschmerzen machte. Er verordnete mir daraufhin leichte Gymnastikübungen sowie tägliche Spaziergänge und Entspannungsübungen. Dies und die Gewissheit, dass bei mir kein körperlicher Schaden vorlag, brachten die Rückenschmerzen nach einiger Zeit wieder zum Verschwinden.“