Dieser Inhalt benötigt den Adobe Flash Player. Diesen können Sie unter http://www.adobe.com/go/getflashplayer kostenlos herunterladen.
  • Schriftgröße normal
  • Schriftgröße mittel
  • Schriftgröße maximal
  • Besuchen Sie auch unser Facebook Profil

Suchergebnisse

160 Ergebnisse gefunden, Seite 13 von 16

Gastritis (Magenschleimhautentzündung) – Krankheiten mit gleichen Symptomen (Differenzialdiagnose)
Gesicherte Diagnose Nur die Gesamtheit aller Beschwerden und Symptome, unter denen ein Patient leidet gibt letztendlich Aufschluss darüber, welche Erkrankung tatsächlich vorliegt. Krankheiten, die bei der Diagnostik aufgrund sehr ähnlicher oder nahezu identischer Symptomkomplexe ebenfalls in Frage kommen, werden als Differenzialdiagnosen bezeichnet. Der Arzt schließt diese mittels der sogenannten Differenzialdiagnostik als Ursache aus, bevor er mit der Therapie beginnt. Die Beschwerden bei Gastritis (Magenschleimhautentzündung) können folgenden Krankheitsbildern ähneln: Funktionelle Dyspepsie (Reizmagen) Beim Reizmagen werden ähnliche subjektive Beschwerden wie bei Gastritis, also Druck- und Völlegefühl in der Magengegend, Übelkeit oder auch Sodbrennen angegeben, es liegen aber im Gegensatz zu Gastritis keine organischen Schäden vor. Die Ursache für solche funktionellen Beschwerden ist noch weitgehend unklar. Als Auslöser dafür kommen vor allem psychische Belastungen in Betracht. Oft werden gleichzeitig Kopfschmerzen und Schlafstörungen angegeben. In letzter Zeit wird auch eine Infektion mit Helicobacter pylori diskutiert. In manchen Fällen kann eine Nahrungsmittelallergie oder -unverträglichkeit Auslöser der Beschwerden sein. Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür (Ulkuskrankheit) Auch die Ulkuskrankheit verursacht Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Übelkeit. Im Vergleich zur chronischen Gastritis kommen bei der Ulkuskrankheit aber Schmerzen im Oberbauch hinzu. Diese treten beim Magengeschwür meist nach der Mahlzeit oder nahrungsunabhängig auf, beim Zwölffingerdarmgeschwür eher bei Nüchternheit und verschwinden sofort nach der Nahrungsaufnahme für einige Stunden. Betroffene leiden oft auch nachts unter Schmerzen. Magenkrebs Der Magenkrebs im Anfangsstadium verursacht eher uncharakteristische Beschwerden wie Druck- und Völlegefühl. Auffälliges Merkmal kann eine rasche Gewichtsabnahme sein. Manchmal wird auch ein starker Widerwille gegen Fleisch angegeben. Sind die Symptome nicht eindeutig zuzuordnen, kann eine Spiegelung des Magens und Zwölffingerdarms (Gastro-Duodenoskopie) mit Entnahme einer Gewebeprobe Klarheit bringen.
Diabetes Typ 2 – DPP-4-Hemmer
Arzneistoffe aus der Gruppe der DPP-4-Hemmer blockieren ein Enzym mit dem Namen Dipeptidyl-Peptidase-4. Sie werden auch als Gliptine bezeichnet. Bekannte Wirkstoffe sind Sitaglipin, Vildaglipin und Saxagliptin. Um ihre Wirkungsweise zu verstehen, muss man zuerst bestimmte körpereigene Hormone vorstellen, die sogenannten Inkretine. Inkretine ermöglichen nahrungsbezogene Insulinfreisetzung Inkretine sind Dünndarmhormone, die der Körper nach der Nahrungsaufnahme freisetzt. Sie regen die Insulinsekretion der Bauchspeicheldrüse an. Gleichzeitig hemmen sie die Freisetzung des Insulin-Gegenspielers Glucagon und verzögern die Magenentleerung. Bei Patienten mit Diabetes Typ 2 werden weniger Inkretine freigesetzt als bei Gesunden. Für die Therapie des Diabetes sind vor allem die Inkretine GLP-1 (Glucagon-like-Peptide-1) und GIP (Glukoseabhängiges insulinotropes Peptid) interessant. Es gibt zwei relativ neue Arzneistoffgruppen, die über den Stoffwechsel dieser Inkretine wirken: so genannte Inkretin-Mimetika, die die Wirkung von Inkretinen nachahmen, und die hier besprochenen DPP-4-Hemmer, die den Abbau von körpereigenen Inkretinen verzögern. DPP-4-Hemmer verlängern die Wirkung der Inkretine Das Enzym DPP-4 baut Inkretine, also GLP-1 und GIP, normalerweise in Minutenschnelle ab. So können diese nur für sehr kurze Zeit wirken. Die DPP-4-Hemmer Sitaglipin, Vildaglipin und Saxagliptin hemmen das Enzym und verlängern so die Wirkung der körpereigenen Inkretine. Somit wirken DPP-4-Hemmer ähnlich wie Inkretin-Mimetika, allerdings können sie zur Therapie des Diabetes Typ 2 als Tabletten eingenommen werden. Sie werden üblicherweise ergänzend zur Behandlung mit anderen oralen Antidiabetika eingesetzt – Sitagliptin auch allein bei Metformin-Unverträglichkeit oder -Gegen-anzeigen. Nebenwirkungen von DPP-4-Hemmern Die allgemein gute Verträglichkeit von Gliptinen beweisen mehreren Studien. Nur gelegentlich wurden Kopfschmerzen und Schwindel beobachtet. Die Gefahr von Unterzuckerung, wie sie bei einigen anderen Wirkstoffen auftreten kann, besteht nicht. Der Effekt hält nämlich nur solange an, wie der Blutzucker erhöht ist. Daher besteht durch die alleinige Gabe von Gliptinen keine Gefahr von Unterzuckerungen. Unter Saxagliptin sind allerdings Fälle von akuter Bauchspeicheldrüsenentzündung aufgetreten. Patienten sollten deshalb darauf hingewiesen werden, dass starke Bauchschmerzen ein Symptom dafür sein können. Kontraindikationen von DPP-4-Hemmern DPP-4-Hemmer (Gliptine) dürfen nicht von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren eingenommen werden. Auch in der Schwangerschaft und Stillzeit sind sie nicht zugelassen. Bei Nieren- und Lebererkrankungen sind sie, je nach Schwere der Erkrankung, ebenfalls kontraindiziert. Dies muss mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Saxagliptin darf bei schweren Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber DPP-4-Hemmern in der Vorgeschichte nicht angewendet werden. DPP-4-Hemmer sind nur für die Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 zugelassen.
Diabetes – Therapie: Inkretin-Mimetika
Die Insulinsekretion der Bauchspeicheldrüse wird durch sogenannte Inkretine angeregt. Dabei handelt es sich um Dünndarmhormone. Sie hemmen die Freisetzung des Insulin-Gegenspielers Glucagon und verzögern die Magenentleerung. Patienten mit Diabetes Typ 2 bilden weniger Inkretine als gesunde Menschen. In der Diabetes-Therapie gibt es in diesem Zusammenhang zwei relativ neue Arzneistoffgruppen, die über den Wirkmechanismus der Inkretine wirken: DPP-4-Hemmer, die den Abbau von körpereigenen Inkretinen verzögern und Inkretin-Mimetika, die die Wirkung von Inkretinen nachahmen. Exenatide und Liraglutid wirken ähnlich wie Inkretine Exenatide war das erste bekannte Inkretin-Mimetikum. Die Substanz wurde zuerst im Speichel der nordamerikanischen Gila-Krustenechse entdeckt. Sie ahmt die Wirkung von GLP-1 nach, nur hält der Effekt länger an. Zusätzlich zu Tabletten wird Exenatide zur Therapie des Diabetes Typ 2 zweimal täglich vor einer Mahlzeit unter die Haut (subkutan) gespritzt. Später kam ein weiteres Inkretin-Mimetikum, Liraglutid, auf den Markt. Es wirkt länger als Exenatide und muss daher nur einmal täglich unter die Haut gespritzt werden. Die Injektion erfolgt stets zur gleichen Tageszeit, ist aber mahlzeitenunabhängig. Inkretin-Mimetika steigern die Freisetzung von Insulin in Abhängigkeit von der aufgenommenen Kohlenhydrat-Menge und verzögern die Magenentleerung. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel. Vor allem die Blutzuckerspitzen nach dem Essen nehmen ab. Die Gefahr von Unterzuckerungen und nächtlichen Hypoglykämien ist dabei geringer als bei einer Insulintherapie. Zusätzlich erhöhen Inkretin-Mimetika das Sättigungsgefühl und erleichtern das Abnehmen. In Tierversuchen zeigte sich außerdem, dass diese Wirkstoffe das Absterben von Betazellen verhindern und die Funktion und der insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse verbessern. Nebenwirkungen von Inkretin-Mimetika Im Vordergrund stehen Magen-Darm-Beschwerden: Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, aber auch Kopfschmerzen. Selten tritt eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) auf. Aufgrund dieser bekannten Nebenwirkungen erfolgt die Therapie einschleichend. Kontraindikationen bei Inkretin-Mimetika Die Therapie mit Exenatide oder Liraglutid darf nicht durchgeführt werden bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, Schwangerschaft und Stillzeit, schwer eingeschränkter Nierenleistung, Versagen der Bauchspeicheldrüsenfunktion (Betazellversagen) oder Diabetes mellitus Typ 1.
Autogenes Training
Das autogene Training wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Johannes Heinrich Schultz, einem Berliner Arzt und Psychotherapeuten, entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Technik, bei der durch die eigene Vorstellungskraft und Konzentration eine intensive Entspannung des Körpers hervorgerufen wird. Schultz selbst sprach auch von der „konzentrativen Selbstentspannung“. Das autogene Training ähnelt zum Beispiel der Meditation, bestimmten Yogaübungen oder der Selbsthypnose. Wann das autogene Training angewandt wird Zum Einsatz kommt die Entspannungsmethode zum Beispiel bei folgenden gesundheitlichen Störungen: Ängste, Schlaflosigkeit, psychische Belastungen, Kopfschmerzen und Migräne, chronische Schmerzen, Magen- und Darmstörungen, Bluthochdruck, Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Sucht, depressive Verstimmungen, Wechseljahresbeschwerden, Konzentrationsstörungen Autogenes Training kann auch helfen, schwierige Situationen leichter zu bewältigen oder nach einer Stresssituation wieder zu entspannen. Was das autogene Training bewirkt Autogenes Training wirkt auf das vegetative Nervensystem, das lebenswichtige Funktionen wie den Herzschlag, die Verdauung, die Atmung und den Blutdruck steuert. Die Entspannungsmethode soll zum Beispiel Ängste abbauen, die Muskeln lockern, Schmerzen lindern und die Leistungsfähigkeit steigern. Wie das autogene Training erlernt wird Es reicht, wenn Sie die sechs Grundübungen des autogenen Trainings beherrschen: die Schwereübung (Entspannung der Muskeln), die Wärmeübung (Durchblutung der Arme und Beine), die Atemübung (Wahrnehmung der Atmung), die Herzübung (Wahrnehmung des Herzschlags), die Sonnengeflechtsübung (Wärmeempfindung im Bauch- und Unterleibsbereich), die Stirnkühleübung (Kühle im Stirnbereich) Diese Übungen, bei denen man sich in Gedanken bestimmte Formeln wie „Meine Atmung wird ruhig und gleichmäßig“ vorsagt, sollten von einem erfahrenen Therapeuten erlernt werden. So lassen sich Fehler vermeiden, durch die sich die vorhandenen Symptome sogar verschlimmern können. Wichtig ist, die Übungen regelmäßig zu wiederholen und zu trainieren. Umso schneller lässt sich später der Zustand tiefer Entspannung erreichen. Für wen autogenes Training geeignet ist Grundsätzlich ist autogenes Training sowohl für Erwachsene als auch für Kinder geeignet. Ungeeignet ist diese Entspannungsmethode jedoch für Menschen mit einer akuten Psychose, depressiven Psychosen oder Schizophrenie sowie Menschen mit Demenz.
Haut/Sonne – Sonnenschäden
Viele Zellschäden der Haut kann unser Organismus durch das körpereigene Reparatursystem ausgleichen. Gefährliche Spätfolgen können jedoch dann auftreten, wenn man sich zu oft und bedenkenlos der Sonne aussetzt und einen Sonnenbrand bekommt. Sonnenbrand Verbrennungsgrade bei Sonnenbrand:Grad 1: Rötung der Haut, Brennen und Schmerz, eventuell SchwellungGrad 2: BlasenbildungGrad 3: Nekrose (Zelltod) Bei leichtem Sonnenbrand sind als Behandlung kühlende Maßnahmen, beispielsweise mit feuchten Umschlägen, kühlenden Cremes oder Gels, ausreichend. Sollten Schmerzen auftreten kann eine Therapie mit nichtsteroidalen Antiphlogistika, wie beispielsweise Acetylsalicylsäure oder Diclofenac, hilfreich sein. Blasen bei einem Sonnenbrand sollte man nicht öffnen. Bei sehr starker Sonneneinstrahlung mit großer Hitze können Unwohlsein mit Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Kreislaufkollaps hinzukommen. Bei solchen Beschwerden sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt hinzuziehen. Auch die Behandlung eines schweren oder großflächigen Sonnenbrands mit Blasenbildung gehört in ärztliche Hand. Sonnenallergie Unter den Begriff Sonnenallergie fallen verschiedene Erkrankungen, die je nach Ursache einer unterschiedlichen Behandlung bedürfen. In manchen Fällen ist bei Sonnenallergie konsequenter Lichtschutz erforderlich, in anderen das Meiden bestimmter Kosmetika oder anderer auslösender Chemikalien. Manchmal wird ein Abhärten durch ärztlich verordnete UV-Lichtbestrahlung als Behandlung empfohlen. Auch Stoffwechselerkrankungen, Autoimmunleiden und die Einnahme bestimmter Medikamente können die Hauterscheinungen einer Sonnenallergie unter Lichteinfluss auslösen. Die Behandlung der Sonnenallergie verläuft dann entsprechend der Ursache. Hautalterung Übermäßiger Sonnengenuss führt zu frühzeitiger Hautalterung. Nur ein vorsichtiger Umgang mit Sonne und UV-Licht sowie ausreichender Lichtschutz kann weitere Schäden verhindern.In einem gewissen Umfang können kosmetische Beeinträchtigungen der Altershaut mit dem verschreibungspflichtigen Tretinoin (Vitamin-A-Säure) gebessert werden, aber nur vorübergehend. Dabei wird die UV-bedingte Degeneration des Bindegewebes vermindert, gleichzeitig kommt es zur verstärkten Abschälung von Hornschicht und Mitessern. Nebenwirkungen der Behandlung können Hautrötung und Brennen sein. Die Haut wird zwar weich, glatt, glänzend und rosig, die Lichtschäden werden geringer, aber nur für die Dauer der Behandlung. Ähnlich, aber schwächer wirksam sind Fruchtsäuren. Sie werden vielfach in Kosmetikprodukten verwendet.
Herzerkrankungen – Nitrate
Wirkung und Anwendungsgebiete Organische Nitrate und der Wirkstoff Molsidomin können im Körper Stickstoffmonoxid (NO) freisetzen. Dadurch entspannt sich die Muskulatur der Gefäßwände und die Blutgefäße erweitern sich. Die rasche und oft eindrucksvolle Wirkung der Nitrate ist seit Langem bekannt: Sie können in kürzester Zeit einen Angina-pectoris-Anfall unterbrechen. Diesen beeindruckenden Effekt verdanken sie der Weitstellung der Herzkranzgefäße – der Herzmuskel wird sofort besser durchblutet und die Schmerzen lassen nach. Außerdem senken Nitrate den Blutdruck und entlasten so das Herz. Sie wirken darüber hinaus hemmend auf die Funktion der Blutplättchen (Thrombozyten).   Bekannte Vertreter der Gruppe sind: Isosorbidmononitrat, Isosorbiddinitrat, Glyceroltrinitrat (Nitroglycerin) Sofort-Hilfe bei Angina pectoris Nitrate sind unentbehrlich zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit. Ein Angina-pectoris-Anfall kann durch das Zerbeißen einer Nitratkapsel oder durch Anwendung eines Nitratsprays oft sofort unterbrochen werden. Das Spray ist bekannt als Nitrospray, eine kleine Flasche mit roter Flüssigkeit. Um weitere Angina-pectoris-Anfälle zu verhindern, nehmen viele KHK-Patienten dauerhaft Nitrat-Tabletten ein. Nebenwirkungen Gerade in der Anfangsphase einer Nitratbehandlung klagen viele Patienten über den typischen „Nitratkopfschmerz“. Er entsteht durch eine Erweiterung von Hirngefäßen. Bei manchen Patienten lässt er im Verlauf der Behandlung nach, bei anderen macht er es unumgänglich, das Medikament abzusetzen. Kreislaufstörungen: Durch eine zu starke Reaktion kann es zum Blutdruckabfall mit schnellem Herzschlag kommen, was bis zum Kollaps oder einer Ohnmacht führen kann. Nitrate und Molsidomin dürfen bei Patienten mit niedrigem Blutdruck nur mit Vorsicht angewendet werden. Ein weiterer Nachteil der Nitrate ist die Gefahr der Gewöhnung, auch Toleranzentwicklung genannt. Werden höhere Nitratdosen ohne Pausen längere Zeit eingenommen, lässt die Wirkung merklich nach. Um dies zu verhindern, wird die tägliche Nitrateinnahme durch beispielsweise abendliche Nitratpausen unterbrochen. Molsidomin wirkt ähnlich wie Nitrate Der Wirkstoff Molsidomin wirkt nitratähnlich und wird ebenfalls bei koronarer Herzkrankheit gegeben. Molsidomin kann, wie Nitrate auch, Kopfschmerzen verursachen, die aber im Behandlungsverlauf meist nachlassen. Eine einschleichende Dosierung kann diese Nebenwirkung abschwächen. Gegenanzeigen Nitrate und Molsidomin dürfen keinesfalls gleichzeitig mit dem Erektionsverstärker Sildenafil eingenommen werden. Durch die ähnliche Wirkungsweise der beiden Substanzen kann der Blutdruck lebensgefährlich absinken. Kombinationen Nitrate und Molsidomin werden in der KHK-Therapie häufig mit Betablockern oder Kalziumantagonisten kombiniert, um das Herz zu entlasten. Selten erhalten Patienten alle drei Wirkstoffe gleichzeitig.
Schwangerschaftsbeschwerden – Lippenherpes
Für die schmerzenden Fieberbläschen an den Lippen (Herpes simplex labialis) können Sie in der Schwangerschaft etwas anfälliger sein. Es besteht keine Gefahr, dass der Fötus während der Schwangerschaft oder bei der Geburt infiziert wird. Allerdings müssen Sie unbedingt aufpassen, dass er nach der Geburt vor den Erregern geschützt ist, denn eine Herpesinfektion kann für das Baby gefährlich werden. Ursachen einer Herpesinfektion Auslöser des Lippenherpes ist das Herpes-simplex-Virus Typ 1, mit dem etwa 90 Prozent der Bevölkerung infiziert sind. Symptome einer Herpesinfektion während der Schwangerschaft Zunächst spürt man ein Kribbeln und Jucken an den Lippen, vor allem an den Lippenrändern. Einige Stunden später beginnen sich an den entsprechenden Stellen schmerzhafte Bläschen zu bilden. Diese Bläschen sind mit Millionen von Herpesviren gefüllt – wenn sie aufplatzen, tritt eine hoch ansteckende Flüssigkeit aus. Weil Herpesinfektionen bevorzugt dann auftreten, wenn das Immunsystem ohnehin etwas geschwächt ist, werden Lippenbläschen oft von allgemeinen Erkältungssymptomen wie Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen begleitet. Unbehandelt dauert es ein paar Tage, bis die Bläschen austrocknen und sich eine Kruste bildet, die sich später von selbst löst. Therapie einer Herpesinfektion während der Schwangerschaft Wenn sich die Lippenbläschen bereits gebildet haben, kann man nicht mehr viel dagegen machen. Eine Creme, die den Wirkstoff Aciclovir enthält, kann höchstens die Beschwerden etwas lindern und eventuell das Abheilen beschleunigen. Bemerken Sie das bekannte Kribbeln auf den Lippen aber sehr frühzeitig, können Sie mit einer Aciclovir-haltigen Creme manchmal die Entstehung der Bläschen noch verhindern. Es gibt auch Tabletten mit diesem Wirkstoff – in der Schwangerschaft sollten Sie sie aber besser nicht einnehmen. Infektion des Neugeborenen verhindern Während der Schwangerschaft und bei der Geburt besteht keine Ansteckungsgefahr für das Ungeborene. Allerdings können die Viren nach der Geburt über einen Kuss oder beim Niesen übertragen werden und das Neugeborene infizieren. Da sein Abwehrsystem noch nicht voll ausgebildet ist und die Viren daher leichtes Spiel haben, muss eine solche Herpesinfektion unbedingt verhindert werden. Wenn Sie (oder Ihr Partner) zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes oder kurz danach Lippenbläschen bekommen, ist Hygiene oberstes Gebot. Waschen Sie die Hände sorgfältig mit Seife, bevor Sie mit dem Baby in Kontakt kommen, und tragen Sie einen Mundschutz, damit Sie die Erreger nicht per Tröpfcheninfektion an das Kind weitergeben.
Tollwut – Impfung, Symptome und mehr
Die Tollwut (Rabies) ist eine lebensgefährliche Vireninfektionskrankheit. Sie wird durch Rabiesviren verursacht. Die größte Gefahr einer Tollwut-Infektion besteht bei direktem Kontakt des infektiösen Tierspeichels mit der menschlichen Schleimhaut oder mit (auch bereits minimal) verletzter Haut, wie es bei Biss- und Kratzwunden oder aber auch durch Ablecken der Fall sein kann. Die Viren befallen das Gehirn und das Nervensystem. Die Folge sind Lähmungen, die in fast allen unbehandelten Fällen zum Tod führen. Symptome und Krankheitsverlauf bei Tollwut Die Symptome einer Tollwutinfektion können erst bis zu zehn Monaten nach der Infektion auftreten. Beim Krankheitsverlauf wird in drei Stadien unterschieden: Unspezifische Symptome (Prodromalstadium): Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall und eventuell Husten. Im weiteren Verlauf kommt es zu Reizbarkeit und Empfindlichkeit gegen Licht, Geräusche und Luftzug. Das Fieber steigt weiter kontinuierlich an. Akutstadium (Exzitationsstadium): Es treten Zeichen von Hyperaktivität mit Muskelzuckungen und Krämpfen auf. Angstgefühle, Unruhe, abwechselnd aggressiver und depressiver Gemütszustand und Wasserscheu kommen dazu. Die optische oder akustische Wahrnehmung von Wasser führt zu Unruhe und Krämpfen, die sich auf die gesamte Muskulatur erstrecken können. Paralyse: Es treten fortschreitende Lähmungen auf. Der Patient fällt anschließend ins Koma und stirbt an einem Funktionsausfall des Gehirns. Diagnose und Behandlung bei Tollwut Der behandelnde Arzt stellt die Diagnose anhand der Berichterstattung des Patienten, der körperlichen Untersuchung und einem Antigennachweis aus Speichelproben oder Hautbiopsien. Die sichere Diagnose kann oft erst nach dem Tode des Patienten gestellt werden. Eine spezielle Behandlung gegen Tollwut gibt es nicht. Der Arzt reinigt die (Biss-)Wunde sorgfältig mit klarem Wasser, einer Seifen- oder Spülmittellösung. Anschließend desinfiziert er die Stelle mit Alkohol oder einer Jodlösung. Sollte keine Impfung vorliegen und bisher auch keine Krankheitssymptome aufgetreten sein, holt er diese nach. Schnelles Handeln ist gefragt: Sie sollten bei einer Kratz- oder Bissverletzung umgehend einen Arzt aufsuchen. Warten Sie mit der vorbeugenden Impfung nicht bis zur Rückkehr aus dem Urlaub. Die Krankheit ist meldepflichtig. Wo kommt Tollwut vor? Mit Ausnahme von Australien und einigen anderen Ländern kommt Tollwut mehr oder weniger überall vor. Die WHO schätzt jährlich eine Gesamtzahl von 60.000 Erkrankten. Mögliche Impfungen gegen Tollwut Gegen Tollwut kann geimpft werden. Die Impfung besteht aus drei Teilen: Nach der ersten Impfung folgt sieben Tage später die zweite und nochmals 28 Tage später die dritte Impfung. Der Impfschutz beträgt in der Regel fünf Jahre, wenn die erste Auffrischungsimpfung ein Jahr nach der Grundimmunisierung erfolgt. Die Impfung wird bei Reisen in Länder mit hohem Tollwut-Risiko und bei Menschen, die sich intensiv in der Natur aufhalten, empfohlen. Vorsorge gegen Tollwut Berühren oder streicheln sie keine freilaufende Tiere (zum Beispiel Hunde oder Katzen).
Ohrenschmerzen – Symptome, Ursachen und mehr...
Unter Ohrenschmerzen (Otalgie) versteht man alle Schmerzen, die im oder am Ohr auftreten. Dazu gehören Schmerzen im Innenohr, im Mittelohr, am äußeren Ohr sowie an der Ohrmuschel. Für Ohrenschmerzen kommen viele Ursachen in Frage. Sehr häufig treten Ohrenschmerzen in Zusammenhang mit Erkältungskrankheiten auf. Kinder sind besonders anfällig dafür, weil ihre Eustachische Röhre, die den Nasen-Rachen-Raum mit dem Mittelohr verbindet, noch sehr kurz ist. Bakterien aus dem Nasen-Rachen-Raum können dadurch sehr schnell in das Ohr gelangen und eine Mittelohrentzündung auslösen. Bei Erwachsenen werden häufiger Entzündungen des äußeren Gehörgangs beobachtet. Die Krankheitserreger breiten sich über kleinste Verletzungen aus. Minimale Hautrisse entstehen beispielsweise bei der Ohrreinigung oder durch Kratzen. Auch ein Gehörgangverschluss ist häufiger Auslöser für Ohrenschmerzen. Sie können jedoch auch dann auftreten, wenn die Schmerzquelle gar nicht im Ohr zu finden ist, beispielsweise bei Erkrankungen der Zähne oder des Mund- und Rachenbereichs. Unterschiedliche Auslöser, unterschiedliche Symptome, unterschiedliche Therapie Je nach Ursache können bei Ohrenschmerzen zu den teils starken Schmerzen noch weitere Symptome hinzukommen. Bei Verletzungen etwa treten häufig Schwindel und Ohrgeräusche auf, bei einem Gehörgangverschluss können eine Hörminderung und ein Fremdkörpergefühl zu den Schmerzen hinzukommen. Bei Ohrentzündungen in Folge einer Grippe sind Erkältungserscheinungen wie Schnupfen, Husten oder Kopfschmerzen typische Begleitsymptome. Da Ohrenschmerzen auch gelegentlich ernstere Erkrankungen anzeigen, sollte vor Beginn einer Therapie immer ein Arzt die Diagnose stellen. Bis zu einem Arztbesuch können kurzfristig Schmerzmittel eingesetzt werden, um die Ohrenschmerzen zu lindern. Anschließend werden häufig schmerz- und entzündungshemmende Ohrentropfen verschrieben, beispielsweise bei einer Entzündung des äußeren Gehörgangs. Ist ein Verschluss des Gehörgangs Ursache für die Ohrenschmerzen, stehen spezielle reinigende Mittel zur Verfügung, die den Ohrenschmalz auflösen. Ob reinigend oder entzündungshemmend, wichtig ist: Ohrentropfen müssen richtig angewandt werden, um Ohrenschmerzen effektiv lindern zu können. Ein altes Hausmittel gegen Ohrenschmerzen bei einer Mittelohrentzündung sind Zwiebeln, die in einem Säckchen an das Ohr gelegt werden.
Reise/Gesundheit – Schiffsreisen
Für viele ist eine Schiffsreise eine bequeme und erholsame Art Urlaub zu machen. Die meisten Kreuzfahrtschiffe verfügen über eine gute medizinische Versorgung. Neben dem obligatorischen Schiffsarzt gibt es auf größeren Kreuzfahrtschiffen oft eigene kleine Kliniken, in denen einfache Operationen durchgeführt werden können. Viele Reiseanbieter haben Kreuzfahrten wegen des guten Seeklimas als Gesundheitsreisen im Programm. Trotzdem gibt es einiges zu beachten: Bei gesundheitlichen Problemen sollten Sie Ihren Arzt rechtzeitig vor einer Schiffsreise um Rat fragen. Trotz guter Seeluft kann eine Schiffsreise bei bestimmten Krankheiten nicht geeignet sein. Das betrifft vor allem Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Herzkrankheiten sowie Personen nach größeren Operationen und Frauen mit Risikoschwangerschaften., Sie benötigen in jedem Fall Sonnenschutzmittel. Sonnenlicht wird vom Wasser reflektiert und in seiner Wirkung noch verstärkt. Packen Sie in jedem Fall Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor sowie Aftersun-Mittel ein., Genießen Sie an Bord nur leichte und ausgewogene Kost. Meist ist an Bord von Kreuzfahrtschiffen das Angebot an Speisen und Getränken recht üppig und verleitet schnell zu übermäßigem Konsum. Hinzu kommt meist noch ein Mangel an Bewegung. Das alles kann Magen und Darm stark belasten. Seekrankheit oder Reisekrankheit Die Seekrankheit ist eine Reaktion des Menschen auf ungewohnte Bewegungsabläufe eines Schiffs. Psychische Einflüsse, wie zum Beispiel Ängste, können dabei eine nicht unwesentliche Rolle spielen. In den allermeisten Fällen verschwinden die Symptome aber nach zwei bis drei Tagen. Je nach Schwere der Seekrankheit klagen Betroffene über folgende Symptome: Leicht: Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Antriebsarmut, Mittelschwer: zusätzlich noch Übelkeit und Erbrechen, Schwer: starkes Krankheitsgefühl, Erbrechen von Magensaft und Gallenflüssigkeit, Ekelgefühl gegenüber Nahrung, Koordinationsstörungen, völlige Antriebslosigkeit Bei den ersten Anzeichen von Seekrankheit sollten Sie sofort reagieren. Begeben Sie sich am besten in die Mitte des Schiffs, da dort die wenigsten Bewegungsschwankungen auftreten. Außerdem sollten Sie sich an der frischen Luft aufhalten. Halten Sie den Kopf gerade und schauen Sie in die Ferne: der Horizont bildet immer einen guten Fixpunkt. Suchen Sie sich eine leichte Beschäftigung, zum Beispiel Musik über Kopfhörer hören. Gehen Sie möglichst nicht unter Deck. Nicht nur die Schwankungen, sondern auch der Anblick einer schiefen Wasserlinie durch das Bullauge wirken sich ungünstig aus. Vermeiden Sie Alkohol, Kaffee und Milchprodukte.