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Ursachen und Risiken für die Entstehung von Krebs
Warum genau Krebs entsteht, ist noch immer nicht vollständig geklärt. Inzwischen konnten jedoch einige Risikofaktoren identifiziert werden, die die Wahrscheinlichkeit, an einem bösartigen Tumor zu erkranken, erhöhen. Stoffe und Mechanismen, die Krebs verursachen können, nennt man Kanzerogene oder Karzinogene (Krebsauslöser). Kanzerogene führen zu Veränderungen in der Erbsubstanz von Zellen, sogenannten Mutationen. Diese Veränderungen veranlassen die Zelle dazu, unkontrolliert zu wachsen und zu einer Tumorzelle zu werden. Zu den Kanzerogenen gehören vor allem drei Gruppen: chemische Substanzen, Viren und energiereiche Strahlung. Chemische Substanzen häufigster Risikofaktor für Krebs Viele verschiedene chemische Substanzen können Krebs auslösen. Sie sind daher die größte Gruppe der Kanzerogene. Tabakrauch besteht aus über 9000 chemischen Substanzen von denen auch ein Großteil Krebsfälle auslösen kann. Experten gehen davon aus, dass er für mindestens fünf bis zehn Prozent aller Krebserkrankungen verantwortlich ist. Besonders Lungenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Harnblasenkrebs und Speiseröhrenkrebs werden mit dem Rauchen in Verbindung gebracht. Enorm krebserregend ist Tabakrauch in Verbindung mit Alkohol. Die meisten Krebserkrankungen im Mund-Rachen-Bereich gehen auf diese Kombination aus zwei Risikofaktoren zurück. Aber auch sehr viele andere chemische Substanzen können Krebs verursachen. Bei Stoffen wie Asbest oder Arsensäure ist das bewiesen. Andere wie etwa Ozon stehen in Verdacht, ein Risikofaktor für Krebs zu sein, es konnte jedoch noch nicht sicher nachgewiesen werden. Organische Farbstoffe und organische Lösungsmittel werden ebenso verdächtigt. Chemische Kanzerogene können auch natürlich vorkommen. Beispielsweise sind einige der krebserregendsten Substanzen die Gifte von Schimmelpilzen. Viren und energiereiche Strahlen als Risikofaktor Auch Viren können Kanzerogene sein. Beispielsweise können Hepatitis-Viren Leberzellkrebs auslösen. Gebärmutterhalskrebs entsteht häufig nach einer Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV). Die dritte Gruppe der Kanzerogene sind energiereiche Strahlen. Für Hautkrebs sind häufig UV-Strahlen verantwortlich. Deshalb ist ein ausreichender Sonnenschutz sehr wichtig. Auch radioaktive Strahlen und Röntgenstrahlung sind Risikofaktoren für Krebserkrankungen. So trat nach dem atomaren Unfall in Tschernobyl beispielsweise vermehrt Schilddrüsenkrebs auf. Das nicht besonders energiereiche sichtbare Licht hingegen stellt keine Gefahr dar. Vererbung als Risikofaktor Krebs selbst kann nicht vererbt werden, wohl aber die Veranlagung dazu. Experten gehen davon aus, dass bei fünf bis zehn Prozent der Krebsfälle die Erbanlagen eine Rolle spielen. Vor allem die Veranlagung für bestimmte Krebsarten scheint von Eltern an ihre Kinder weitergegeben zu werden. Dazu gehören beispielsweise Brustkrebs, Eierstockkrebs und Darmkrebs.
KHK, Angina pectoris – Früherkennung/Vorsorge
Die koronare Herzkrankheit (KHK) und ihre Folgen wie Herzinfarkt und plötzlicher Herztod sind Todesursache Nummer Eins in Deutschland. Viele Todesfälle wären vermeidbar, wenn im Rahmen der Vorsorge die Erkrankung rechtzeitig erkannt und behandelt würde. Deshalb unser Tipp: Nutzen Sie die Früherkennungsuntersuchungen. Im Check-up 35 werden Sie gründlich auf Risikofaktoren für eine Herzkrankheit wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes untersucht. Ändern Sie Ihren Lebensstil Wenn Sie zur Risikogruppe gehören oder bei Ihnen bereits eine Angina pectoris (Stenokardie, Brustenge) bekannt ist, sind folgende Tipps für Sie ein Muss: Schluss mit dem Rauchen, Ernährung auf vitaminreiche und fettarme Mischkost umstellen, Übergewicht abbauen, regelmäßige Bewegung und Sport in den Alltag einbauen, Blutdruck gut einstellen, Diabetes mellitus kontrollieren, alle verordneten Medikamente regelmäßig einnehmen, bei Beschwerden sofort zum Arzt gehen Wundermittel Omega-3-Fettsäuren? Seitdem die positive Wirkung von Omega-3-Fettsäuren bekannt ist, wurden sie beinahe als Wundermittel gegen den Herzinfarkt gehandelt. Nach umfangreichen Studien hat sich die Euphorie allerdings etwas gelegt. Unbestritten bleibt, dass Omega-3-Fettsäuren den Blutdruck und die Blutfettwerte senken, die Gerinnselbildung hemmen und den Herzrhythmus stabilisieren. Patienten, die bereits einen Herzinfarkt hatten, profitieren laut Expertenmeinung von einer zusätzlichen Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren – etwa in Kapselform. Nicht belegt ist hingegen die Annahme, dass die Fettsäuren Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindern können. Deshalb unser Tipp: Überlegen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, ob der Kauf von Kapseln für Sie sinnvoll ist oder ob nicht auch der regelmäßige Verzehr von fettem Seefisch wie Makrele, Lachs und Hering ausreicht. Früherkennung und Vorsorge Früherkennungsuntersuchungen werden oft auch als Vorsorgeuntersuchungen bezeichnet. Streng genommen ist das falsch. Es gibt vorbeugende („vorsorgende“) medizinische Maßnahmen, die Krankheiten vermeiden sollen. Ein Beispiel ist die professionelle Zahnreinigung, die Karies vorbeugen soll. Bei einer Früherkennungsuntersuchung macht sich der behandelnde Arzt dagegen auf die Suche, ob bestimmte Krankheiten bereits im Anfangsstadium vorliegen. Beispiele sind die Darmkrebs-Früherkennung oder der allgemeine Gesundheits-Check-up, auf den Krankenversicherte ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre Anspruch haben.
Prostataadenom – Früherkennung
Viele Männer werden etwa ab dem fünfzigsten Lebensjahr von Störungen des Harnabflusses beeinträchtigt. Nachlassender Harnstrahl, Nachtröpfeln und nächtliches Wasserlassen sind typisch für eine meist gutartige Vergrößerung der Prostata (Prostataadenom). Männer ab 45 Jahren sollten deshalb einmal im Jahr einen Termin für eine Früherkennungsuntersuchung mit ihrem Arzt vereinbaren. Die gesetzlichen Krankenkassen tragen die Kosten.Die Untersuchung besteht in der Regel aus einer Tastuntersuchung durch den Enddarm (rektale Untersuchung). Aufgrund der Oberfläche und Beschaffenheit der Drüse kann der Arzt außerdem einschätzen, ob es sich um Prostatakrebs handeln könnte. Vermutet er dies, wird eine Gewebeprobe (Biopsie) zur Sicherung der Diagnose entnommen. Teil der Früherkennungsuntersuchung ist meist auch die Bestimmung des prostata spezifischen Antigens (PSA) in einer Blutprobe. Wichtig ist dabei, dass die Blutuntersuchung vor der Tastuntersuchung erfolgt, da durch die Manipulation die Möglichkeit besteht, dass der Wert verfälscht wird. Hat sich im Rahmen der Früherkennungsuntersuchung der Verdacht auf Prostatakrebs ergeben, muss der Befund mit weiteren Methoden abgeklärt werden. Früherkennung und Vorsorge Früherkennungsuntersuchungen werden oft auch als Vorsorgeuntersuchungen bezeichnet. Streng genommen ist das falsch. Es gibt vorbeugende („vorsorgende“) medizinische Maßnahmen, die Krankheiten vermeiden sollen. Ein Beispiel ist die professionelle Zahnreinigung, die Karies vorbeugen soll. Bei einer Früherkennungsuntersuchung macht sich der behandelnde Arzt dagegen auf die Suche, ob bestimmte Krankheiten bereits im Anfangsstadium vorliegen. Beispiele sind die Darmkrebs-Früherkennung oder der allgemeine Gesundheits-Check-up, auf den Krankenversicherte ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre Anspruch haben.
Blasenschwäche – Adressen/Links
Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V.Friedrich-Ebert-Straße 12434119 KasselTelefon: 05 61 / 78 06 04Fax: 05 61 / 77 67 70E-Mail: info@kontinenz-gesellschaft.deInternet: www.kontinenz-gesellschaft.deForum: www.kontinenz-gesellschaft.de/Selbsthilfegruppen-PLZ-0.160.0.html Rehaklinken: www.kontinenz-gesellschaft.de/Rehakliniken.25.0.html Deutsche ILCO e.V.– Selbsthilfeorganisation für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs – Thomas-Mann-Straße 40 53111 Bonn Telefon: 02 28 / 33 88 94 50 Fax: 02 28 / 33 88 94 75 E-Mail: info@ilco.de Internet: www.ilco.de Inkontinenz Selbsthilfe e.V. Steinbacher Straße 1235415 PohlheimFax: 02331 / 46 35 49E-Mail: info@inkotreff.deInternet: www.inkontinenz-selbsthilfe.comForum: www.inkontinenz-selbsthilfe.com/forum Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V. Bahnhofstraße 1486150 AugsburgTelefon: 08 21 / 31 98 37 90Fax: 08 21 / 31 98 37 91E-Mail: info@selbsthilfeverband-inkontinenz.org Internet: www.selbsthilfeverband-inkontinenz.orgForum: www.selbsthilfeverband-inkontinenz.org/svi_suite/index.php Inkontinenzzentrum suchen: www.qimeda.de/kliniken/inkontinenzzentrum-kontinenzzentrum
Wechseljahre – Sport/Bewegung
Es gibt wohl kaum ein Mittel, das so vielseitig gegen Beschwerden in den Wechseljahren (Klimakterium) wirkt wie Sport: Frauen, die Sport treiben und auf ausreichend Bewegung achten, leiden seltener unter Hitzewallungen, Schlafstörungen, Selbstzweifeln, Ängsten und Stimmungsschwankungen. Sport wirkt beruhigend auf das Nervensystem Schon lange ist bekannt, dass ausgiebige Bewegung zufriedener macht. Sport sorgt langfristig für eine Stabilisierung des vegetativen Nervensystems, weshalb bei vielen Frauen in den Wechseljahren auch Schweißausbrüche und Pulsrasen abnehmen. Hinzu kommt: Sport hebt die Stimmung und fördert das Körpergefühl. Auf diesem Wege verhilft er zudem zu mehr Selbstbewusstsein. Positive Wirkung auf Knochen und Gefäße Auch den Knochen zuliebe sollten Frauen in den Wechseljahren Sport treiben. Denn in den Wechseljahren steigt wegen des abnehmenden Östrogenspiegels das Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Durch Sport lassen sich diese altersbedingten Abbauprozesse jedoch in Grenzen halten. Denn Muskelkontraktionen sind ein wichtiger Reiz für den Knochenaufbau. Ohne Stimulation kommt es zum Knochenabbau. Mangelnde Bewegung gilt darum in jedem Alter als Risikofaktor für Osteoporose. Mit sinkendem Östrogenspiegel in den Wechseljahren steigt zudem das Risiko für Gefäßerkrankungen (Arteriosklerose). Auch dieser Gefahr lässt sich durch Sport entgegenwirken: Bewegung kann die Blutfettwerte senken und die Herzleistung verbessern. Bewegung senkt das Brustkrebsrisiko Einige Studien weisen auf eine Risikominimierung für manche Krebsarten wie beispielsweise Brustkrebs oder Darmkrebs hin, wenn man sich sportlich betätigt. Bringen Sie sich einmal am Tag kräftig in Schwung – diese Empfehlung des Europäischen Krebskodex soll auch helfen, das Krebsrisiko zu senken. Moderate körperliche Anstrengung für mindestens 30 Minuten an fünf oder auch mehr Tagen in der Woche oder kräftige körperliche Aktivität für mindestens 20 Minuten an drei oder mehr Tagen in der Woche werden von Fachleuten empfohlen. Joggen reicht nicht aus Joggen, Walken, Fahrrad fahren – Ausdauersport steht auf der Beliebtheitsskala der über 30-Jährigen ganz oben. Das hat er vor allem seiner Alltagstauglichkeit zu verdanken: Er kostet nichts, lässt sich nahezu überall zu jeder Zeit praktizieren – und das bei großem Nutzen für Herz, Kreislauf und Stoffwechsel. Das Krafttraining gerät bei dieser euphorischen Bilanzierung des Ausdauersports leicht aus dem Blickwinkel. Gerade für Frauen in den Wechseljahren sind Kraftübungen aber wichtig: Sie zählen zu den wirkungsvollsten Strategien gegen Osteoporose, zu der es durch das Absinken des Östrogenspiegels in den Wechseljahren leichter kommen kann als in den Jahren zuvor. Krafttraining senkt das Osteoporoserisiko in den Wechseljahren Ein Muskelaufbautraining stabilisiert die Knochen, denn der Stütz- und Bewegungsapparat braucht Reize in Form von Muskelkontraktionen, um Knochenmasse aufbauen zu können. Krafttraining sowie Step-Aerobic fördern den Knochenaufbau ganz besonders. Es empfehlen sich vor allem Übungen für die Rücken- und Hüftmuskulatur – am besten zwei- bis dreimal die Woche jeweils 30 bis 60 Minuten. Wichtig ist bei den Übungen, dass die Muskeln spürbar angespannt werden. In verschiedenen Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass die traditionelle Wirbelsäulengymnastik auf den Knochenaufbau nur geringen oder gar keinen Einfluss hat. Die Muskelreize sind im Vergleich zum Krafttraining offenbar nicht intensiv genug.
Colitis ulcerosa – Symptome, Ernährung und mehr
Bei den meisten Patienten tritt diese chronische Entzündung des Dickdarms das erste Mal im Alter zwischen 20 und 30 Jahren auf. Colitis ulcerosa ist relativ weitverbreitet: Schätzungsweise 150.000 Menschen in Deutschland sind betroffen – etwa so viele wie von Morbus Crohn, einer ebenfalls chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED). Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ähneln sich sehr. Im Gegensatz zum Morbus Crohn breitet sich die Colitis ulcerosa jedoch nicht im ganzen Verdauungstrakt aus, sondern beginnt typischerweise im Mastdarm und erstreckt sich maximal bis zum Dünndarmende. Außerdem bleibt die Entzündung auf die Schleimhaut beschränkt und verschont die tiefer liegenden Wandschichten. Symptome der Colitis ulcerosa Typische Symptome der Colitis ulcerosa sind heftige, teils schleimig-blutige Durchfälle, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl. Weitere Anzeichen für diese Erkrankung können Abgeschlagenheit, Leistungsschwäche und manchmal auch Fieber sein. Unklare Ursachen und typische Begleiterkrankungen Warum Colitis ulcerosa auftritt, ist weitgehend unbekannt. Allerdings spielen vermutlich eine Fehlregulierung des Immunsystems sowie genetische Faktoren als Ursache eine Rolle. Sicher ist jedoch, dass die Darmerkrankung häufig mit Begleiterkrankungen einhergeht – beispielsweise Arthritis der Kniegelenke, bestimmten Augenerkrankungen und Osteoporose. Colitis ulcerosa verläuft typischerweise in Schüben. Phasen erhöhter Krankheitsaktivität wechseln sich mit beschwerdefreien Intervallen ab. Eine gefürchtete, doch sehr seltene Komplikation ist dabei das sogenannte Megakolon, bei dem es zu einer Blutvergiftung kommen kann. Auch ist das Risiko erhöht, nach langer Krankheitsdauer an einem Dickdarmkrebs zu erkranken. Darmspiegelung und Blutuntersuchungen Um die Krankheit sicher zu diagnostizieren und Morbus Crohn auszuschließen, ist die Darmspiegelung am aussagekräftigsten. Blutuntersuchungen helfen dabei, den Krankheitsverlauf sowie Therapieerfolge zu kontrollieren. Therapieoptionen bei Colitis ulcerosa Für die Behandlung von Colitis ulcerosa stehen je nach Ausprägung der Erkrankung verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Einen Versuch wert sind probiotische Arzneimittel, die sich in einigen Studien als ähnlich wirksam wie Entzündungshemmer erwiesen haben. Zu diesen Medikamenten zählen Kortison und 5-Aminosalizylsäurepräparate. Des Weiteren stehen Immunmodulatoren, die auf das Immunsystem wirken, zur Verfügung. Nur in Ausnahmefällen ist es nötig, den Dickdarm zu entfernen. Die Prognose ist für viele Patienten also recht günstig, wie auch unser Fallbeispiel zeigt. Bei schweren Verläufen – besonders wenn der gesamte Dickdarm befallen ist – ist jedoch das Risiko für Darmkrebs erhöht. Umstellung der Ernährung und Stressbewältigung Weil Colitis ulcerosa eine chronische Erkrankung ist, müssen Betroffene oft ihren Lebensstil ändern. Dazu gehört in erster Linie eine Ernährungsumstellung: Zwar müssen Betroffene in der Regel keine spezielle Diät einhalten. Jedoch sollten Sie in beschwerdefreien Phasen auf eine ausgewogene Vollwertkost achten, um einer Mangelernährung vorzubeugen. Auch Stressbewältigung spielt eine wichtige Rolle. Denn Stress wirkt sich negativ auf die Erkrankung aus. Hilfreich für Patienten ist es darüber hinaus, sich über ihre Krankheit ausführlich zu informieren und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. So lässt sich trotz der Darmerkrankung meist die Lebensqualität erhalten.
Verdacht auf Krebs – so wird die Diagnose gestellt
Besteht der Verdacht auf eine Krebserkrankung, wird der Arzt zunächst eine genaue Anamnese durchführen, um zu einer Diagnose zu gelangen. Das heißt, er fragt den Patienten nach seiner Krankengeschichte, seinen Symptomen und Vorerkrankungen. Danach schließt sich eine körperliche Untersuchung an. Dem Arzt stehen heute eine Vielzahl an verschiedenen Maßnahmen zur Verfügung, mit denen er Krebs diagnostizieren kann. Blutuntersuchungen bei Krebs Laboruntersuchungen des Bluts können Hinweise auf Krebserkrankungen geben. Bei Verdacht auf Krebs wird meist ein Blutbild angefertigt. Dabei werden neben anderen wichtigen, aber oft auch unspezifischen Faktoren die sogenannten Tumormarker bestimmt. Das sind Stoffe, die bei Krebs vermehrt im Blut vorkommen können. Tumormarker geben jedoch nur Hinweise. Ihr Vorkommen bedeutet nicht automatisch die Diagnose Krebs und umgekehrt kann ein bösartiger Tumor vorliegen, ohne dass Tumormarker im Blut gefunden werden. Deshalb spielen die Blutuntersuchungen meist eine größere Rolle für die Verlaufskontrolle bei einer Krebserkrankung als für die Diagnostik. Mit bildgebenden Verfahren zur Diagnose Als bildgebende Verfahren werden alle Methoden bezeichnet, mit denen der Arzt Aufnahmen vom Inneren des Körpers anfertigen kann. Die älteste dieser Methoden ist die Röntgenuntersuchung. In der Krebsdiagnostik wird sie beispielsweise bei der Mammografie der Brust oder als Thoraxaufnahme beim Lungenkrebs häufig eingesetzt. Mit der Computertomografie lassen sich heute Schnittbilder durch den Körper anfertigen und genauere Ergebnisse erzielen. Ähnlich der Computertomografie können auch mit der Magnetresonanztomografie Bilder der inneren Organe und des Gewebes erstellt werden. Sie arbeitet jedoch mit Magnetfeldern, also ohne Strahlenbelastung. Eine Ultraschalluntersuchung hilft teilweise ebenfalls, die Diagnose Krebs zu stellen. Tiefer liegende Organe können mit ihr jedoch nur schwer erreicht werden. Dann können eventuell in Körperhöhlen eingeführte Ultraschallsonden weiterhelfen, wie beispielsweise der vaginale (in der Scheide) oder transrektale (durch den After) Ultraschall. Die sogenannte Szintigrafie macht sich die Tatsache zunutze, dass sich bestimmte Substanzen in bestimmten Organen und Krebsarten ablagern. Diese Stoffe werden radioaktiv markiert und dem Betroffenen verabreicht. Eine spezielle Kamera macht dann sichtbar, wo sich das Material angelagert hat. Auf diese Weise kann man beispielsweise der Diagnose Schilddrüsenkrebs näherkommen oder Knochenmetastasen können aufgespürt werden. Mit radioaktiver Strahlung arbeitet auch die Positronen-Emissions-Tomografie (PET). Der Patient erhält radioaktiv markierten Zucker, der von bösartigen Tumoren mit einem erhöhten Zuckerstoffwechsel verarbeitet wird. Mit dieser Methode können auch sehr kleine Tumorherde aufgespürt werden. Auch die Endoskopie ist ein bildgebendes Verfahren, das bei der Diagnose unterstützend eingesetzt wird. Dabei wird ein Schlauch beispielsweise in Darm, Magen, Blase oder Lunge eingeführt, über den der Arzt sich ein genaues Bild verschaffen kann. Sehr häufig wird die Darmspiegelung durchgeführt, mit der Darmkrebs früh erkannt werden kann. Mit der Biopsie zur Diagnose Nicht jeder Tumor bedeutet gleich Krebs. Ob eine Geschwulst bösartig ist, kann nur mithilfe einer Gewebeprobe, also der Untersuchung von Zellen in ihrem Zellverband, festgestellt werden. Man spricht von einer sogenannten Biopsie. Dabei entnimmt der Arzt mit einer Hohlnadel oder mit dem Skalpell Gewebeproben, die anschließend unter dem Mikroskop untersucht werden. Auch Zellen ohne Zellverband können dem Pathologen Auskunft geben. Dafür muss häufig nur ein Abstrich oder eine Urinprobe abgenommen werden. Nur mit einer Biopsie kann die genaue Diagnose gestellt werden, die eine Aussage über den Krebs erlaubt und die für die spätere Therapie entscheidend ist.
Vitalstoffe für gesunde Ernährung
Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Amino- und Fettsäuren – unser Körper benötigt zahlreiche Vitalstoffe für seine Stoffwechselprozesse. Wie sie im Körper wirken und wie sie gegen Krankheiten eingesetzt werden können, erfahren Sie hier. Der Ausdruck „Vitalstoffe“ ist kein wissenschaftlicher Begriff. Als Vitalstoffe werden umgangssprachlich verschiedene Substanzen unterschiedlicher Wirkstoffgruppen verstanden. Aufgrund der allgemeinen Verständlichkeit und Gebräuchlichkeit des Begriffs, haben wir diesen auf folgenden Seiten verwendet und erklärt. Vitalstoffe erfüllen lebensnotwendige Aufgaben Vitalstoffe wie Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Amino- und Fettsäuren erfüllen lebensnotwendige Aufgaben in zahlreichen Stoffwechselprozessen unseres Körpers. Daneben wird ihnen ein krankheitsvorbeugender Effekt zugeschrieben. Liegen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit und des Wohlbefindens vor, kann die Ursache in einem Vitalstoffmangel liegen.Vitalstoffe sind wichtig, um den Körper gesund zu halten und spielen für das Immunsystem eine bedeutende Rolle. In neuerer Zeit rückte der präventive, also krankheitsvorbeugende Effekt der Vitalstoffe mehr und mehr in den Vordergrund: Beispielsweise gilt es mittlerweile als gesichert, dass eine vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung das Risiko für Darmkrebs deutlich senken kann. Aber auch das Herz-Kreislauf-System profitiert von einer ausreichenden Versorgung mit den richtigen Vitalstoffen.Ein Mangel an Vitalstoffen kann sich in einem breiten Spektrum an Beschwerden äußern: Es reicht von Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit und des Wohlbefindens bis hin zu schwerwiegenden, lebensbedrohlichen Erkrankungen. Meist genügt es bereits, sich ausgewogen und gesund zu ernähren, um den Mangel auszugleichen. Deutschland ist kein Vitaminmangel-Land Deutschland ist kein Vitaminmangel-Land. Es gibt zwar eine grenzwertige natürliche Versorgung mit Jod, Fluor, Folsäure und saisonal mit Vitamin D, aber an all den anderen Nährstoffen mangelt es uns nicht. Mangelversorgung kommt vor, wenn man sich einseitig ernährt oder zu wenig isst – zum Beispiel bei einseitigen Diäten oder im Alter. Auch chronische Krankheiten, Alkoholmissbrauch, Schwangerschaft und Stillzeit sowie chronische Medikamenteneinnahme können zu einer Mangelversorgung führen. Unerwünschte Nebenwirkungen Eine zusätzliche Einnahme von Mikronährstoffen kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen – zum Beispiel zu Allergien und einer Steigerung des Krebsrisikos. Außerdem können Wechselwirkungen mit Medikamenten auftreten.   Nahrungsergänzungsmittel unterliegen nicht dem strengen Arzneimittelgesetz. Sie sind nicht durch aufwendige Studien auf Wirksamkeit, Nebenwirkungen, Risiken, Langzeitwirkungen sowie Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Substanzen getestet.
Magenschmerzen
Als Magenschmerzen werden Beschwerden im Bereich des Bauchs zwischen dem Unterrand des Rippenbogens und dem Bauchnabel bezeichnet. Oft treten sie einmalig auf und sind harmlos – zum Beispiel, wenn jemand beim Essen über die Stränge geschlagen hat. Bei andauernden oder immer wiederkehrenden Magenschmerzen und -beschwerden sollte eine Abklärung erfolgen. Dabei ist eine Magenspiegelung oft unumgänglich, um Krankheiten mit organischer Ursache ausschließen zu können. Zu Krankheiten, die Magenschmerzen auslösen können, zählen: akute oder chronische Magenschleimhautentzündungen (Gastritis),, Magengeschwüre,, Magenkrebs,, Erkrankungen der Gallenwege (Gallensteine, Gallenwegsentzündung, Gallenblasentumoren),, Lebererkrankungen (Hepatitis, Lebertumor),, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis, Bauchspeicheldrüsenkrebs),, Erkrankungen des Dickdarms (Kolitis, Darmkrebs),, Herzerkrankungen (zum Beispiel Herzinfarkt) und, Lungenkrankheiten (zum Beispiel Lungenembolie). Oft die Ursache für Magenschmerzen: Reizmagen, Sodbrennen, Gastritis Bei Magenschmerzen findet der Arzt oftmals keine organische Ursache. Sie werden dann als Folge bestimmter Ernährungsgewohnheiten und Lebensstile angesehen – so etwa beim Reizmagen. Doch auch wenn es organische Ursachen für Magenschmerzen gibt, spielen äußere Faktoren eine entscheidende Rolle – zum Beispiel bei Sodbrennen und Gastritis. Reizmagen Beim Reizmagen leidet der Patient neben Magenschmerzen immer wieder an einer Reihe von verschiedenen Symptomen – beispielsweise Sodbrennen, Druckgefühl im Oberbauch, Völlegefühl, Unverträglichkeit bestimmter Speisen, Aufstoßen, Appetitmangel, Übelkeit oder auch Erbrechen. Der Arzt kann jedoch keine organischen Ursachen für die Beschwerden finden. Aus diesem Grund werden sie oftmals auf einen ungesunden oder ungeeigneten Lebensstil zurückgeführt. Werden zum Beispiel zu viel Alkohol, Kaffee, Fett, Süßigkeiten, Medikamente oder Drogen konsumiert, können Magenschmerzen und andere Symptome des Reizmagens auftreten. Ein zu hoher Stresspegel kann sich ebenfalls negativ auf den Magen auswirken. Sodbrennen bei Reflux Ursache des Sodbrennens ist ein Reflux, ein Zurückfließen des Mageninhalts in die Speiseröhre. Die Magensäure schadet der empfindlichen Speiseröhre, da sie nicht wie der Magen durch eine Schleimschicht geschützt ist. So entstehen brennende Schmerzen hinter dem Brustbein. Darüber hinaus kann es bei Reflux zu saurem Aufstoßen und Schluckbeschwerden kommen. Gastritis (Magenschleimhautentzündung) Ist die Magenschleimhaut entzündet, erfüllt sie ihre Aufgaben nicht mehr ausreichend. So kann die Produktion von schützendem Schleim, Enzymen und Magensäure gestört sein. Bei einer Gastritis tritt oft ein diffuses Druckgefühl in der Magengegend auf. Üblich sind auch starke Schmerzen im Oberbauch in Kombination mit Übelkeit und Erbrechen, Völlegefühl, Blähungen und Appetitlosigkeit. Sich schonen und bewegen Eine unausgewogene Ernährung, übermäßiger Konsum von Genussmitteln sowie Stress können im Laufe der Zeit dem Magen zusetzen. In der Regel sollte sich der Betroffene deshalb von bestimmten Lebensgewohnheiten verabschieden: Führt er ein hektisches Leben, sollte er Strategien entwickeln, um mit Stress besser umgehen zu können. Eine effiziente Methode, um Stress abzubauen, ist Sport – zum Beispiel isometrisches Muskeltraining, Gymnastik, Power Walking oder Joggen. Betroffene können ihren Magen auch beruhigen, indem sie regelmäßige Mahlzeiten einführen und Erholungs- und Entspannungsphasen in den Tagesablauf einbauen. Darüber hinaus lindern oft Wechselbäder, Saunabesuche oder Bürstenmassagen die Schmerzen. Mit der richtigen Ernährung Magenbeschwerden lindern Leidet jemand unter Magenschmerzen, kann er durch die richtige Ernährung seinem Magen Gutes tun und Beschwerden mildern. Obst (wie Pflaumen, Birnen, Äpfel), Gemüse (wie Fenchel, Kohl, Paprika) und Vollwertkost sind besonders magenfreundlich. In jedem Fall sollten Betroffene vor, während und nach dem Essen achtsam sein und nachspüren, ob sie die verspeisten Lebensmittel vertragen. Verstärken sich nach bestimmten Nahrungsmitteln die Magenschmerzen, sollte in Zukunft auf sie verzichtet werden. Tierische Lebensmittel sind eher in Maßen zu genießen: Ein bis zwei Fleischmahlzeiten und zwei bis drei Eier pro Woche sind empfehlenswert. Der Betroffene sollte viele kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen – am besten fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag. Außerdem ist Trinken wichtig: ungefähr zwei Liter Mineralwasser oder ungesüßte Früchte- und Kräutertees – das fördert die Säureausscheidung über die Nieren. Magenbeschwerden bekämpfen: Hilfreiches aus der Natur Um Magenschmerzen zu lindern, muss nicht immer auf chemische Substanzen zurückgegriffen werden. Heilpflanzen können auch einen hilfreichen Dienst erweisen.Ist der Magen übersäuert, zum Beispiel bei Sodbrennen, kann Kartoffelsaft helfen – frischgepresst oder bereits abgefüllt im Reformhaus gekauft. Doch Vorsicht: Bereiten Sie den Kartoffelsaft selbst zu, sollten Sie keine rohen, grünen oder unreifen Kartoffeln verwenden – sie enthalten ein Gift, das Bauchkrämpfe und Atembeschwerden auslösen kann.Arbeitet der Magen langsamer als üblich, regen bitterstoffhaltige Heilpflanzen wie Artischocke, Tausendgüldenkraut und bittere Schleifenblume die Verdauung an. Bitterstoffhaltige Pflanzen können bei unterschiedlichen Magenbeschwerden eingesetzt werden: Wermut hilft – als Tee zubereitet – gegen krampfartige Beschwerden, gegen Völlegefühl und Blähungen. Auch Tee aus der Angelikawurzel wirkt bei Völlegefühl und Blähungen sowie bei Appetitlosigkeit.Kamillenblüten wirken Entzündungen entgegen, lösen Krämpfe und fördern die Verdauung. Kümmelöl wird oft gegen Mikroorganismen angewendet. Äußerlich eingerieben, entkrampft es. Pfefferminzblätter desinfizieren und fördern die Verdauung.
Im Alter: Sexualität und Krankheiten
Zahlreiche Krankheiten können das sexuelle Erleben (nicht nur) älterer Menschen beeinträchtigen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebserkrankungen und Prostataerkrankungen gehen häufig mit Funktionseinschränkungen einher, die das Sexualleben einschränken können. Aber auch Arthrose, Osteoporose und chronische Polyarthritis verursachen Bewegungsbehinderungen oder Schmerzen, die die sexuelle Aktivität mindern. Kognitive Veränderungen wie bei Demenz beeinträchtigen die Partnerbeziehung und Sexualität in besonders starkem Maß.Ein grundsätzlicher Verzicht ist in vielen Fällen jedoch nicht nötig. Informieren Sie sich gründlich über die zugrundeliegende Krankheit und holen Sie sich Tipps, wie Sie die Sexualität trotz Krankheit genießen können. Denn eine befriedigende Sexualität wirkt sich nicht zuletzt wiederum positiv auf die Gesundheit aus. Herz-Kreislauf-Erkrankungen Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind vorsichtiger mit dem Leben ihrer sexuellen Bedürfnisse als Gesunde. Viele fürchten, beim Sex könnte ihnen etwas passieren. Dabei ist diese Sorge meist unbegründet: Wer in der Lage ist, Treppen zu steigen, kann davon ausgehen, dass auch sexuelle Aktivität für ihn nicht besonders gefährlich ist. Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden allerdings häufig unter sexuellen Funktionsstörungen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen schädigen Gefäße, die für das Funktionieren der Geschlechtsorgane notwendig sind. So ist beispielsweise die Erektionsfähigkeit bei etwa der Hälfte der Männer mit Bluthochdruck beeinträchtigt; nach einem Herzinfarkt ist das sogar bei bis zu 3/4 aller Betroffenen der Fall. Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten als die häufigsten Ursachen für Erektionsstörungen. Bei Frauen gibt es ebenfalls Beeinträchtigungen, beispielsweise Ängste durch Angina pectoris aufgrund von Verengungen der Herzkranzgefäße. Diabetes Diabetes mellitus mit seinen Folgeerkrankungen führt oft aufgrund von Nerven- und Durchblutungsstörungen zu Störungen der Sexualität. Insbesondere bei einer jahrelang bestehenden Zuckerkrankheit treten Schäden an Nerven und Gefäßen auf, die das Funktionieren der Geschlechtsorgane nachhaltig stören. Dadurch kommt es zu Erektionsstörungen und einem verminderten Feuchtwerden der Scheide, so dass die Sexualität allein durch diese körperlichen Veränderungen bereits beeinträchtigt wird. Manchmal bestehen auch Veränderungen im Hormonhaushalt, die sich auf das sexuelle Verlangen auswirken können. Hinzu kommen psychische Belastungen durch diese chronische Krankheit, die einen Verzicht auf etliche Annehmlichkeiten des Lebens und ggf. ein „Leben nach der Uhr“ (bei insulinpflichtigen Diabetikern) erfordert. Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) Wenn eine Frau an Gebärmutterkrebs erkrankt, ist meistens eine Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) notwendig. Dieser Eingriff kann für die Betroffene bedeuten, dass sie sich nicht mehr als vollständige Frau empfindet. Rein medizinisch gesehen gibt es aber keinen Grund, dass die Frau aufgrund der Operation ihr sexuelles Interesse oder Verhalten ändert. Brustkrebs (Mammakarzinom) Operationen zur Behandlung von Brustkrebs gehen mit körperlichen Veränderungen einher. Dies kann das Körpergefühl der Betroffenen beeinträchtigen und sich auf ihr sexuelles Erleben auswirken. Eine offene Kommunikation zwischen den Partnern hilft, das Sexualleben trotz der Erkrankung genießen zu können. Prostataerkrankungen Erkrankungen der Prostata (Vorsteherdrüse des Mannes) sind ebenfalls ein häufiger Grund für sexuelle Funktionsstörungen. Bei einer Entzündung (Prostatitis) stehen starke Schmerzen und Fieber im Vordergrund; die Krankheit kann aber auch chronisch verlaufen und mit dumpfem Schmerz einhergehen. Durch den Schmerz nimmt die Lust auf Sexualität und häufig auch die Erektionsfähigkeit ab. Eine der häufigsten Erkrankungen bei Männern im höheren Lebensalter ist die gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie = BPH). Wenn die Größenzunahme einen kritischen Wert überschreitet, wird eine Operation durchgeführt, wobei es verschiedene Techniken zur Entfernung des überschüssigen Gewebes gibt. Nach einer Operation kommt es häufig zu einer Ejakulationsstörung, manchmal auch zu Erektionsstörungen. Bei einer bösartigen Veränderung, dem Prostatakarzinom, muss die Prostata vollständig entfernt werden. Die sexuelle Lust ist nach solch einer Operation häufig stark beeinträchtigt und kehrt erst nach längerer Zeit und Genesung zurück. Ein sehr häufiges Problem ist die Impotenz nach kompletter Entfernung der Prostata: Häufig werden bei einer solchen Operation auch die feinen Nerven und Blutgefäße in der Nähe der Prostata geschädigt, die für eine Erektion notwendig sind. Moderne Operationsmethoden können die Nerven weitgehend schonen, wenn der Tumor in einem relativ frühen Stadium entdeckt wird. Harninkontinenz (Blasenschwäche) Frauen und Männer mit Harninkontinenz verzichten oft ganz auf Geschlechtsverkehr, um einen ungewollten Urinabgang zu vermeiden. Das ist jedoch nicht nötig. Selbst bei schweren Formen der Blasenschwäche und einem Blasenkatheter können Betroffene ganz normal Sex haben. Sie müssen nur einige Dinge beachten. Darmerkrankungen Bei manchen Darmerkrankungen, vor allem Darmkrebs und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, kann die Anlage eines Stomas (künstlicher Darmausgang, Anus praeter) notwendig werden. Spezielle Beutel werden an dem Stoma angebracht, um Stuhl und Gase aufzunehmen. Viele Betroffene fühlen sich dadurch am Austausch von Intimitäten gehindert. Sie fühlen sich durch den Beutel und eine mögliche Geruchsbelästigung beeinträchtigt und fürchten auch eine Ablehnung durch den Partner. Zufriedenstellende Sexualität ist auch mit einem Stoma möglich: Der Beutel sollte vorher entleert und ein Reiben am Stoma vermieden werden. Es ist auch möglich, den Beutel mit Stoff zu bedecken, Verschlusskappen, Minibeutel oder Gürtel zu benutzen. Wichtig ist das offene Gespräch mit dem Partner, denn die psychische Belastung ist größer als die körperliche. Geschulte Stomatherapeuten können oftmals gute Tipps geben. Knochen- und Gelenkerkrankungen Bei starken Schmerzen kann es nach Absprache mit dem Arzt sinnvoll sein, rund eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr ein Schmerzmedikament einzunehmen. Vielleicht wird ein warmes Bad oder eine Massage durch den Partner als angenehm empfunden. Auch empfiehlt es sich, bei Knochen- und Gelenkerkrankungen geeignete Stellungen zu finden, die die schmerzenden Körperbereiche entlasten. Depressionen: Medikamente und die Krankheit an sich hemmen die Sexualität Bei Depressionen sind es nicht nur Medikamente, die sich oft negativ auf das Sexualleben auswirken: Schon die Krankheit als solche kann jeglichen sexuellen Antrieb ersticken. Im Laufe einer erfolgreichen Behandlung nimmt das sexuelle Interesse wieder zu. Manche Antidepressiva können die Potenz mindern. Gegebenenfalls kann in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt eine Änderung der Medikation hilfreich sein. Demenz und Morbus Alzheimer Menschen mit Demenz brauchen Zuneigung, feste Beziehungen und auch Berührungen. Denn die Fähigkeit zu sinnlicher Kommunikation bleibt sehr viel länger erhalten als die sprachliche Kompetenz. Doch häufig führt die Krankheit zu verändertem Sexualverhalten. Der Partner des Demenzkranken muss lernen, mit der Situation umzugehen. Weitere Erkrankungen Bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) beeinträchtigt häufig Atemnot den Geschlechtsverkehr. Eine gute medikamentöse Einstellung ist für die Betroffenen entscheidend. Auch ein spezielles Übungsprogramm, das die körperliche Belastbarkeit fördert, kann eventuell helfen. Die Parkinson-Krankheit kann die körperliche Beweglichkeit stark einschränken. Zudem beeinflusst die medikamentöse Therapie dieser Erkrankung die Sexualität: Die häufig eingesetzten Wirkstoffe Levodopa und Carbidopa können eine Libidosteigerung und Hypersexualität bewirken. Es ist wichtig für Angehörige und ggf. Pflegekräfte, dies als Nebenwirkung der Medikamente deuten zu können. Manche Medikamente beeinflussen die Potenz Es gibt eine ganze Reihe von Medikamenten, die Einfluss auf die Potenz haben können. Zum Beispiel kann die notwendige Gabe von weiblichen Hormonen bei einem Prostatakarzinom Lustmangel und Impotenz auslösen. Wenn Sie vermuten, dass Sie wegen eines Medikaments Schwierigkeiten beim Geschlechtsverkehr haben, sollten Sie Ihren Arzt unbedingt darauf ansprechen.