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Muskelverspannungen im Rücken
Rückenschmerzen werden meist nicht durch Erkrankungen an der Wirbelsäule oder den Bandscheiben ausgelöst. Wesentlich häufiger sind es Muskelverspannungen im Rücken, die zu Rückenschmerzen führen. Ursachen für Muskelverspannungen im Rücken Die Ursachen für Muskelverspannungen im Rücken sind vielseitig. Menschen, die am Schreibtisch sitzen, sind besonders gefährdet. Fehlhaltungen durch zu langes Sitzen, aber auch psychische Belastungen durch Stress erhöhen die Reizbarkeit bestimmter Nerven. Diese erregen dann die Muskelzellen, die Muskulatur wird angespannt – es  kommt zu Rückenbeschwerden. Aber auch andere Ursachen können zu Verspannungen der Rückenmuskulatur führen, etwa Übergewicht oder zu schwach ausgebildete Rücken- und Bauchmuskeln. Die Anzeichen für Muskelverspannungen im Rücken Meist führen Muskelverspannungen im Rücken zu eingeschränkter Beweglichkeit. Je nachdem, welche Muskeln im Rücken betroffen sind, führt das zu Schmerzen im Nacken, Schulter, Rücken oder Kreuz. Auch Kopfschmerzen werden häufig durch Verspannungen im Rücken verursacht. Die Therapie von Muskelverspannungen im Rücken Zur Behandlung der Muskelverspannungen stehen eine ganze Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung: Als medikamentöse Therapie eignen sich wärmende Mittel, Schmerzmittel oder Muskelrelaxanzien. Als Injektionstherapie werden Medikamente auch direkt unter die Haut gespritzt. So wirken sie gezielt dort, wo sich die Verspannung befindet. Darüber hinaus bieten sich auch Massage an sowie andere physiotherapeutische Maßnahmen – etwa Wärme- und Wassertherapie. Auch pflanzliche Mittel, beispielsweise Beinwell und Teufelskralle, haben sich in diesem Zusammenhang bewährt – Bewegungsübungen unterstützen die Therapie. Auch das Erlernen der richtigen Sitzposition oder des korrekten Anhebens und Tragens von Lasten dient der Entlastung der betroffenen Muskelpartien.
Plötzliches Herzversagen – Ursachen, Vorbeugen
Warum müssen Herzkrankheiten unbedingt behandelt werden? Die Antwort ist einfach: um ein plötzliches Herzversagen zu verhindern. Denn dieses hat in den meisten Fällen noch immer den plötzlichen Herztod zur Folge. In Deutschland erleiden jedes Jahr zwischen 100.000 und 150.000 Menschen ein plötzliches Herzversagen, fast alle – 95 Prozent – sterben daran. Die Bilanz könnte sehr viel besser ausfallen, würden weitflächig laientaugliche externe Defibrillatoren installiert. Sie ermöglichen eine Wiederbelebung durch Frühdefibrillation in den ersten Minuten, noch bevor der Notarzt eintrifft. Plötzliches Herzversagen: was tun? Bei plötzlichem Herzversagen zählt jede Minute – deshalb muss sofort der Notruf unter der 112 kontaktiert werden. Oftmals liegt das Schicksal des Betroffenen in Händen des Ersthelfers, der schon – bevor der Arzt eintrifft – mit Atemspende und Herzdruckmassage beginnen kann. Wenn Sie selbst Erste Hilfe leisten müssen: Drücken Sie mit einer Geschwindigkeit von 100 - 120 Mal pro Minute sehr fest auf den Brustkorb, mindestens fünf bis sechs Zentimeter tief. Halten Sie dabei die Arme gestreckt, um Kraft ausüben zu können. Am besten im Rhythmus von Songs wie "Stayin‘ Alive", "Atemlos durch die Nacht", dem "Radetzky-Marsch" oder ähnlichem. Danach folgen zwei Atemspenden, dann wieder Herzdruckmassage. Um diese medizinischen Grundkenntnisse zu erlernen oder wieder aufzufrischen, kann ein Erste-Hilfe-Kurs besucht werden. Ersthelfer brauchen auch keine Scheu vor dem Defibrillator zu haben. Mittlerweile gibt es Geräte, die jeder bedienen kann. Im Notfall können auch Laien nach einer nur kurzen Schulung den Patienten vor dem Eintreffen des Arztes wiederbeleben und retten. Vorbeugen durch gesunden Lebensstil und Gesundheitscheck Der plötzliche Herztod tritt oftmals nicht aus dem Nichts auf  –  er kann eine lange Vorgeschichte haben und auf eine Herzschwäche oder auf Durchblutungsstörungen zurückgeführt werden. Risikofaktoren hierfür sind Rauchen, fettreiche Ernährung, Übergewicht, Bewegungsarmut und negativer Stress. Herzkrankheiten und somit auch ein plötzliches Herzversagen lassen sich vor allem durch einen gesunden Lebensstil verhindern. Ab 40 Jahren ist außerdem ein regelmäßiger Gesundheits-Check-up beim Hausarzt zu empfehlen, um Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder beginnender Diabetes mellitus früh zu erkennen und behandeln zu können.
Rheumatoide Arthritis – Ernährung
Verschiedene Nährstoffe können auf den Entzündungsstoffwechsel einwirken, was die antirheumatischen Effekte einer vollwertigen, nährstoffreichen Kost erklärt. Auch verschiedene Mikronährstoffe können die Krankheit positiv beeinflussen. Patienten mit rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis, Rheuma) sollten möglichst wenig Arachidonsäure zu sich nehmen. Denn aus Arachidonsäure werden Stoffe gebildet, die als „Vermittler“ bei einer Entzündung von Bedeutung sind. Arachidonsäure ist vor allem in tierischen Lebensmitteln – also Fleisch, Wurst, Eier, Milch und Milchprodukte – enthalten. Bei einem Teil der Patienten verschlimmern sich die Beschwerden nach dem Genuss von Alkohol, Süßigkeiten und Weizenmehl. Omega-3-Fettsäure Eine Art Gegenspieler der Arachidonsäure sind die Omega-3-Fettsäuren. Sie wirken günstig auf den Arachidonsäure-Spiegel und hemmen den Entzündungs-Stoffwechsel, sodass die Einnahme entsprechender Präparate von einigen Forschern empfohlen wird. Außerdem ist Fisch reich an Omega-3-Fettsäuren. Vitamine Ein Mangel an Vitaminen wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus. Allerdings tritt ein Vitaminmangel bei einer normalen, ausgewogenen Ernährung nicht auf. Es konnte gezeigt werden, dass Vitamin E eine antirheumatische Wirkung hat. Eine erhöhte Vitamin-E-Einnahme kann allerdings das Risiko für ein Prostatakarzinom bei Männern signifikant erhöhen.1 Die Einnahme von Vitaminen der B-Gruppe und Vitamin D kann sich ebenfalls positiv auswirken. Die Wirkung von Vitamin C konnte bislang nicht nachgewiesen werden.Zusammenfassend kann gesagt werden: Es gibt keine wissenschaftlich fundierte Studie über eine spezielle Diätempfehlung bei rheumatoider Arthritis. Die Krankheit entsteht auch nicht aufgrund falscher Ernährung. Langfristig ist eine nährstoffreiche, vollwertige Kost jedoch empfehlenswert. Übergewicht ist bei der rheumatoiden Arthritis immer schädlich, da es den Bewegungsapparat zusätzlich belastet.
Rückenschmerzen
Nahezu zwei Drittel aller Deutschen leiden mindestens einmal pro Jahr unter Rückenschmerzen. Damit zählen sie in Deutschland zu den häufigsten Beschwerden. In 90 Prozent der Fälle klingen die Symptome von selbst nach wenigen Wochen wieder ab. Fehlbelastungen als häufigste Ursache Schuld an Rückenschmerzen sind vor allem Fehlbelastungen durch Haltungsfehler, die zu Muskelverspannungen und einseitigen Belastungen von Gelenken und Bandscheiben führen. Gefährdet sind dabei Menschen in Berufen, die ungünstige und einseitige Belastungen bedingen, wie Fließbandarbeiter, Fernfahrer, Menschen in Pflegeberufen oder Bildschirmarbeiter. Weitere mögliche Ursachen für Fehlbelastungen: hohe Absätze an Schuhen, Übergewicht oder Organstörungen. Zu den Erkrankungen, die Rückenschmerzen auslösen, gehören: Bandscheibenvorfall, Akuter Schiefhals, Hexenschuss, Muskelverspannungen im Rücken, Skoliose, Morbus Scheuermann, Wirbelgleiten, Schulter-Arm-Schmerzen (Zervikobrachialgie), Zervikalsyndrom Häufige Formen von Rückenschmerzen Der Arzt unterscheidet zwischen plötzlich auftretenden Rückenschmerzen (Hexenschuss) und chronischen Rückenschmerzen. Daneben gibt es Schmerzen, die hauptsächlich Beine (Ischialgie) beziehungsweise Rücken und Beine (Lumboischialgie) betreffen. Vorbeugung und Therapie bei Rückenschmerzen Zur Vorbeugung gegen Rückenschmerzen können Sie selbst viel beitragen: Durch Umgestaltung Ihres Arbeitsplatzes, rückenschonendes Verhalten und regelmäßige Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur können Sie Rückenschmerzen effektiv vorbeugen. Auch bestimmte Sportarten kräftigen den Rücken und schützen so vor Schmerzen.
Coxarthrose – Arthrose im Hüftgelenk
Die Hüfte ist sehr häufig von Arthrose (Gelenkverschleiß) betroffen. Es handelt sich bei der Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose) zumeist um eine sekundäre Arthrose. Als Ursachen sind angeborene oder erworbene Fehlstellungen, statische Fehlbelastungen und berufliche oder sportliche Überbeanspruchung die Regel. Gewichtszunahme gilt als wichtigster Risikofaktor. Während sich die primären Formen selten vor dem 50. Lebensjahr entwickeln und oft beidseitig ausbilden, gilt für die sekundären Formen ein deutlich früherer Erkrankungsbeginn und meistens einseitiger Befall. Die Coxarthrose beginnt oft mit uncharakteristischen Ermüdungsschmerzen Insbesondere beim Hüftgelenk als größtes, tragendes Gelenk des menschlichen Körpers spielt die Statik sowohl bei der Ausbildung der Arthrose als auch später bei der Behandlung eine große Rolle. Zu Beginn der Coxarthrose beklagen die Betroffenen häufig uncharakteristische Ermüdungsschmerzen. Ein Schweregefühl der Beine nach Belastung oder in die Leistenregion ausstrahlende Schmerzen sind sehr typisch. Etwa ein Drittel der Patienten hat heftige Knieschmerzen – hierbei handelt es sich um eine Fehldeutung, da Hüfte und Knie meist gleichzeitig bewegt werden. Oft bildet sich im Verlauf ein sogenanntes Schonhinken aus. Auch eine scheinbare Beinlängendifferenz ist nicht selten, da sich auf der betroffenen Seite die gelenknahe Muskulatur verkürzt. Therapie bei Coxarthrose Die Therapie bei Coxarthrose umfasst das gesamte Spektrum von nicht-operativen und operativen Methoden. Bewegung in den Grenzen der individuellen Leistungsbreite ist sehr wichtig, um die Beweglichkeit so lange wie möglich zu erhalten. Die Behinderungen im täglichen Leben sind gerade bei Funktionseinschränkungen durch Coxarthrosen erheblich. Bei einer bestehenden Arthrose des Hüftgelenks sollten Stoßbelastungen und Kälte vermieden und Übergewicht reduziert werden. Das Schuhwerk sollte über weiche Absätze und Sohlen verfügen. Regelmäßige Gymnastik sowie Schwimmen und Radfahren als belastungsarme Sportarten sind zu empfehlen.
Krampfadern – Ratgeber/Selbsthilfe
Sie sollten Krampfadern nicht nur als kleinen Schönheitsfehler betrachten. Sie sind eine Erkrankung, die sich verschlimmert, wenn sie nicht behandelt wird. Doch gegen Varizen können Sie selbst einiges tun. Zunächst gilt es, einige Verhaltensgrundsätze zu beachten. Dazu gehört öfter einmal die Beine hochzulegen und nicht zu Rauchen. Schuhe mit flachen Absätzen und ein erhöhtes Fußende des Bettes fördern den Blutrückfluss in den Venen, Übergewicht und Sitzen mit übereinander geschlagenen Beinen stören den Blutabfluss.Viel Bewegung und Sport sind bei Krampfadern ebenfalls zu empfehlen. Besonders Sportarten, die die Beine kräftigen, sind geeignet. Dazu gehören Schwimmen, Walken, Wandern oder Radfahren. Sie sollten jedoch keine Sportarten ausüben, die leicht zu Verletzungen führen können, wie Fußball oder Skifahren. Speziell für die Beinmuskeln und die Venen entwickelte Übungen finden sich in der Venengymnastik. Übungen wie der Zehenstand kräftigen die Venen, fördern den Blutfluss und beugen so Krampfadern vor. Gut für die Durchblutung sind auch Kneipp-Anwendungen. Wechselduschen und Wassertreten trainieren die Venen und verhindern so die Bildung von Krampfadern. Sie können mit Knie- oder Schenkelgüssen beginnen und später zum Wassertreten übergehen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Kneipp-Anwendungen für Sie geeignet sind. Sie werden nicht gerne getragen, sind aber sehr wichtig bei der Behandlung von Krampfadern: Die Kompressions- oder Stützstrümpfe. Die Kompressionsbehandlung übt Druck auf das Gewebe und die Venen aus. Der Blutfluss wird so verbessert. Kompressions- und Stützstrümpfe haben die gleiche Funktion, der ausgeübte Druck ist jedoch bei Stützstrümpfen etwas geringer. Daneben kann auch ein Zinkleimverband helfen. Er wird meist bei offenen Beinen oder Venenentzündungen eingesetzt und wird in der Regel von einem Arzt angelegt. Auch mit pflanzlichen Mitteln gegen Venenschwäche können Sie etwas gegen Krampfadern tun. Meist werden Arzneimittel aus Rosskastanie, Mäusedorn oder Weinlaub eingesetzt. Die Medikamente gibt es zum Einnehmen, aber auch zum Einreiben. Einige Anlaufstellen können Ihnen Fragen zur Selbsthilfe bei Krampfadern beantworten. Wichtige Adressen und Links haben wir für Sie zusammengestellt.
Krampfadern – Ursachen & Risikofaktoren
Krampfadern (Varizen) sind gedehnte und ausgesackte Venen im oberflächlichen Venensystem. Doch wie entstehen sie? Hauptfaktor ist eine Bindegewebsschwäche. Diese ist meistens veranlagungsbedingt vorhanden, kann aber durch unterschiedliche Faktoren negativ beeinflusst werden. Infolge des schwachen Bindegewebes wird den Venen kein Halt mehr geboten. Das Gewebe und die Venenwände weichen auseinander, sodass sich die Venenklappen nicht mehr in der Mitte treffen. Die Folge: Die Venen erweitern sich, das Blut wird nicht ausreichend zurück zum Herzen geleitet und versackt in den erweiterten Venen. Der Blutfluss verlangsamt sich. Funktionsverlust der Venenklappen Varizen verschlimmern sich meistens im Laufe der Zeit und dehnen sich weiter aus. Da sich die Venen nicht aus eigener Kraft verengen können, werden sie nach und nach immer weiter gedehnt. Die Venenklappen werden immer stärker geschädigt, bis sie ihre Funktionsfähigkeit am Ende ganz verlieren. Aus dem normalerweise völlig gestreckten Verlauf der Venen wird eine Schlängelung. Sie treten unter der Haut hervor, sind deutlich sichtbar und fühlbar, können stellenweise sogar knotig verdickt sein. Weitere Faktoren, die Krampfadern fördern: Bewegungsmangel Die Muskelpumpe des Unterschenkels trägt wesentlich zum Transport des Bluts bei. Doch wer im Beruf ausschließlich sitzt oder steht, im Auto zur Arbeit fährt und obendrein in der Freizeit viele Stunden vor dem Fernseher verbringt, lässt die Muskelpumpe ungenutzt. Übergewicht Zusätzliche Pfunde üben starken Druck auf die Beckenvenen aus – dies fördert ebenfalls Krampfadern. Schwangerschaft Auch das Baby im Mutterleib übt einen starken Druck auf die Beckenvenen aus, zudem wirkt das Schwangerschaftshormon Progesteron entspannend auf die Venenwände, sodass sich die Venen mehr weiten. Geschlecht Zwei Drittel der Krampfadern-Patienten sind Frauen, nur ein Drittel Männer. Alter Mit den Jahren wird das Bindegewebe schwächer – damit steigt auch das Risiko für Krampfadern. Neben diesen Ursachen gibt es auch noch die sekundäre Varikosis. Sie entsteht bei Abflussbehinderungen im Gefäßsystem, beispielsweise durch einen Tumor im Beckenbereich oder durch ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einer tiefen Leitvene.
Lebererkrankungen – Leberbiopsie Elastometrie
Um bei Verdacht auf eine Lebererkrankung eine genaue Diagnose stellen zu können, wird häufig eine Leberbiopsie nötig. Dabei wird die Leber mithilfe einer speziellen Nadel punktiert und ein Gewebezylinder entnommen. Die Punktion erfolgt unter örtlicher Betäubung und Ultraschallkontrolle. Die bei der Leberbiopsie gewonnene Gewebeprobe wird anschließend unter dem Mikroskop feingeweblich untersucht. Je nach Vorliegen und Art von Veränderungen des Lebergewebes kann der Arzt verschiedene Lebererkrankungen diagnostizieren. Beispielsweise kann er feststellen, wie viel des Lebergewebes schon zu Bindegewebe umgebaut wurde und so eine Leberzirrhose erkennen. Nach einer Leberbiopsie können Schmerzen um die Einstichstelle herum auftreten. Die Untersuchung birgt auch das Risiko, dass benachbarte Organe wie die Lunge oder die Gallenblase durch die Nadel verletzt werden. Das kommt jedoch sehr selten vor. Elastometrie als Alternative zur Leberbiopsie Eine relativ neue und vielversprechende Untersuchungsmethode ist die Elastometrie. Sie kann eingesetzt werden, um zu erkennen, wie weit eine Lebererkrankung schon fortgeschritten ist und um zur Diagnose Leberzirrhose zu gelangen. In vielen Fällen kann diese nicht-invasive Methode eine Leberbiopsie ersetzen. Bei der Elastometrie wird die Leberelastizität mithilfe einer speziellen Ultraschallmethode gemessen. Dabei wird eine 50-Hertz-Welle in die Leber ausgesendet und deren Ausbreitungsgeschwindigkeit in der Leber gemessen. Je schneller die Wellen durch das Lebergewebe laufen, desto fester und unelastischer ist es. Mit zunehmendem Umbau des Lebergewebes in Bindegewebe nimmt die Elastizität der Leber ab. Die Elastometrie eignet sich jedoch meist nur zur Diagnose fortgeschrittener Lebererkrankungen. Bei Übergewichtigen, Menschen mit Bauchwassersucht, Virushepatitis oder schmalen Rippenzwischenräumen ist ihre Aussagekraft eingeschränkt. Darüber hinaus sollte die Elastometrie bei Kindern und Jugendlichen, schwangeren Frauen und Patienten mit einem Herzschrittmacher nicht angewandt werden.
Diabetische Retinopathie – Therapie
Ohne Behandlung kann die häufigste Augenkrankheit bei Diabetes, die diabetische Retinopathie (diabetische Netzhauterkrankung), zu einer Netzhautablösung und schließlich zur Erblindung führen. Eine Erblindung kann man vermeiden, wenn Veränderungen der Netzhaut rechtzeitig erkannt werden. So gehören regelmäßige Termine beim Augenarzt zum Pflichtprogramm für Diabetiker. Die beste Versicherung für Ihre Augen ist außerdem eine konsequent gute Einstellung Ihres Blutzuckers und Ihres Blutdrucks auf normale Werte und die Vermeidung weiterer Risikofaktoren (Rauchen, Übergewicht). Retinopathie-Therapie meist mit dem Laser Eine diabetische Retinopathie wird vor allem mit dem Laser behandelt. Diese Therapie soll verhindern, dass sich neue Gefäße bilden und es zu Glaskörpereinblutungen kommt. Mit der Laserbehandlung soll der gesamte Sauerstoffbedarf der Netzhaut verringert und somit weitere Gefäßwucherungen verhindert werden. Zudem verschließt man durch die Laserbehandlung die leckenden Blutgefäße. Außerdem sollen die vernarbenden Reaktionen nach der Laserung die Netzhaut wieder am Untergrund befestigen. Langsam und schrittweise werden die betroffenen Stellen behandelt. Wo gelasert wird, wird durch eine Spiegelung des Augenhintergrunds oder eine Fluoreszens-Angiografie ermittelt. Ist die diabetische Retinopathie fortgeschritten, kann eine Operation helfen Wird diese Therapie konsequent durchgeführt, so kann die diabetische Retinopathie oftmals in einem guten Stadium stabilisiert werden. Im Spätstadium der Erkrankung kann eine Operation nötig werden: Dabei wird der Glaskörper in Teilen und damit Blut und Flüssigkeit entfernt. Diese OP wird Vitrektomie genannt. Anschließend wird der Glaskörper entweder mit verschiedenen Gasgemischen oder Silikonöl wieder aufgefüllt. Diabetiker mit bereits vorhandenen Augenerkrankungen sollten unverzüglich mit dem Rauchen aufhören. Deutschlandweit werden hierfür professionelle Raucherentwöhnungsprogramme angeboten.
Essstörungen bei Kindern vorbeugen
Sie können Ihrem Kind zwar keinen vollständigen Schutz vor Essstörungen bieten, da neben der Erziehung eine Vielzahl anderer Faktoren – zum Beispiel die Persönlichkeit Ihres Kindes oder sein soziokulturelles Umfeld – mitspielen. Doch können Sie viel zur Vorbeugung von Essstörungen tun: Denn der beste Schutz vor Essstörungen sind ein stabiles Selbstwertgefühl und ein gesundes Selbstvertrauen. Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein stärken Machen Sie Ihr Kind stark: geben Sie ihm ein Gefühl für seine Fähigkeiten und Talente, erziehen Sie es zu selbständigem Denken und zeigen Sie Ihrem Kind, dass Fehler zum Leben dazugehören und die Welt deswegen nicht untergeht. Gesundes Körperbewusstsein fördernVermitteln Sie Ihrem Kind ein positives Körpergefühl und klären Sie Ihr Kind rechtzeitig über die Veränderungen des Körpers auf, die im Laufe der Jahre eintreten. Sinnvoll ist es auch, über die Sinnlosigkeit von Diäten – 95 Prozent davon funktionieren nicht – und deren Auswirkungen auf den Körper zu sprechen. Schlankheitsideal und Rollenzuweisungen hinterfragen Regen Sie Ihr Kind an, männliche und weibliche Rollenzuweisungen und Schönheitsideale zu hinterfragen und ein kritisches Medienbewusstsein zu entwickeln. Ernährungserziehung: Essen aus Lust, nicht aus FrustWährend gemeinsamer Mahlzeiten können Kinder sehr viel lernen: eine angenehme Essatmosphäre, von den Eltern vorgelebte gesunde Ernährung und normales Essverhalten sowie die Möglichkeit, beim Essen selbst mitbestimmen zu können, legen den Grundstein für ein genussvolles, gesundes Essverhalten. „Bestechen“ Sie Ihr Kind nicht mit Essen: Essen sollte kein Ersatz für Liebe, Zuwendung oder Trost für Kinder sein. Übergewicht vorbeugen Auch ein normales Körpergewicht in der Kindheit kann späteren Essstörungen vorbeugen. Achten Sie deshalb schon früh auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung Ihres Kindes und dass es sich regelmäßig bewegt. Denn Bewegung bremst den Appetit, baut Fettdepots ab und stärkt das Selbstbewusstsein. Offene Kommunikation, Gefühle zulassen, Grenzen respektieren und Probleme lösen Sprechen Sie Gefühle und Konflikte offen an und ermuntern Sie auch Ihr Kind dazu, indem Sie zeigen, dass Sie es ernst nehmen. Unterstützen Sie anschließend ihr Kind, die Probleme angemessen zu lösen. Achten Sie die Privatsphäre Ihres Kindes, respektieren und fördern Sie seine Individualität und unterstützen Sie seine Selbstständigkeit.