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Rauchstopp lohnt sich – besonders in den Wechseljahren



„Rauchen schädigt die Gesundheit" – in den Wechseljahren (Klimakterium), mit Ende 40, Anfang 50, sind gestandene Nikotinkonsumentinnen dieser Warnungen überdrüssig. Sie haben Jahrzehnte geraucht – warum sollten sie gerade jetzt aufhören? Die Antwort ist einfach: Der Verzicht auf das Rauchen kann vor einer Reihe schwerer Krankheiten schützen.

So ist die gefäßschädigende Wirkung des Rauchens gerade für Frauen in den Wechseljahren bedenkenswert: Durch die niedrige Östrogenproduktion fällt der natürliche Arterienschutz allmählich weg. Raucht eine Frau in den Wechseljahren obendrein, steigt das Risiko für Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall mindestens um das Dreifache. Ein Grund für die arteriosklerosefördernde Wirkung des Rauchens ist vermutlich, dass die Inhaltsstoffe des Tabaks zu einer Oxidation des gefäßschädigenden LDL-Cholesterins führen und damit dessen Reaktivität bezüglich einer Gefäßschädigung erhöhen.

Rauchen erhöht Osteoporoserisiko in den Wechseljahren zusätzlich

Die Tabakinhaltsstoffe fördern zudem den Knochenabbau und somit Osteoporose. In den Wechseljahren erhöht sich durch den sinkenden Östrogenspiegel aber ohnehin die Osteoporosegefahr.

Zu bedenken ist außerdem: Tabakstoffe mindern den Effekt des Östrogens, das in den Eierstöcken produziert wird, weshalb Raucherinnen durchschnittlich zwei bis drei Jahre früher ins Klimakterium kommen. Der Gefäß- und Knochenschutz durch das Östrogen fällt also früher weg als bei Nichtraucherinnen.

Studie: Im Alter beeinträchtigt Rauchen den Intellekt

Nicht nur die rein körperliche Gesundheit wird durch das Rauchen beeinträchtigt: Offenbar wirkt sich das Rauchen auch auf die Geisteskräfte aus. In einer großen schwedischen Altersstudie an 3.000 Erwachsenen aus dem Jahr 2002 (Betula Prospective Cohort Study of Memory, Health and Aging) schnitten Raucher bei kognitiven Tests schlechter ab als Probanden, die nie geraucht hatten (Age and Aging 5/2003).

Nicht zuletzt leidet auch das Aussehen unter dem blauen Dunst: Durch die gefäßverengende Wirkung des Nikotins wird die Haut schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Das fördert Faltenbildung und macht den Teint fahl.
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