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Reiten mit Rückenschmerzen



Reiten gilt als wirbelsäulenschonende Sportart. Der Grund ist die aufrechte Haltung des Beckens und der Wirbelsäule und die ihre gute Stabilisierung durch Bauch-, Rücken- und Gesäßmuskulatur.

Zwei Frauen reiten im Wald. © iStock
Der Reiter sitzt nicht passiv im Sattel, er muss seine Muskeln im Rhythmus der Bewegung des Pferdes anspannen. Die Anspreizmuskeln – Adduktoren – der Oberschenkel und die Unterschenkelmuskulatur geben dem Reiter Halt und dämpfen die Bewegungen des Pferdes. Das unwillkürliche, mit dem Schritt des Pferdes einhergehende, An- und Entspannen vermeidet eine Überbelastung der Muskulatur.

Während das Reiten bei mäßigen Abnutzungen eine günstige Wirkung hat, sollte bei einer stärkeren Bandscheibenvorwölbung oder einem Bandscheibenvorfall darauf verzichtet werden. In einer kritischen Situation, in der die volle Reaktionsfähigkeit erforderlich ist, kann die reflektorische Anspannung der Muskulatur, eine Vorwölbung oder ein Vorfall gegen den Nerv drücken und eine Schädigung verursachen.

Reiten: Vorsicht bei Osteoporose

Menschen mit Osteoporose müssen besonders vorsichtig sein. So günstig das Reiten für die Wirbelsäule ist, so gefährlich kann sich ein Sturz auswirken. Schon ein Fall auf das Gesäß kann mehrere Grund- und Deckplatten der Wirbel eindrücken. Kompliziertere Brüche haben weitaus gravierendere Konsequenzen.

Ob Reiten für Sie der richtige Sport ist, hängt von Ihrem körperlichen Befinden ab. Wenn Sie erst neu beginnen möchten und bereits früher Probleme mit der Wirbelsäule hatten, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt oder Orthopäden über Ihre Pläne sprechen.
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