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Migräne: Therapie mit Triptanen



Triptane sind derzeit die Therapie der ersten Wahl bei Migräneattacken. Die Wirkstoffe Naratriptan und Almotriptan, die speziell gegen Migränekopfschmerz und andere Migränesymptome wirken, sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

Triptane sind keine Schmerzmittel im eigentlichen Sinn, sondern Serotonin-ähnliche Stoffe, die schmerzhaft geweitete Blutgefäße im Gehirn verengen. Triptane lindern auch die schmerzhafte Entzündungsreaktion an den Nerven, indem sie die Ausschüttung von Entzündungseiweißen hemmen. Dadurch wirken sie sehr gut gegen Migräne, aber nicht bei anderen Kopfschmerzen, wie beispielsweise Spannungskopfschmerzen.

Triptane sollten bei den ersten Anzeichen eines Migräneanfalls genommen werden, nach vier bis sechs Stunden ist die Einnahme einer zweiten Tablette möglich. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Nieren- oder Leberfunktionsstörungen und zusammen mit weiteren Migränemedikamenten (vor allem Ergotaminen) dürfen Triptane nicht eingenommen werden. Bisher konnten bei der Therapie mit Triptanen keine schwerwiegenden Nebenwirkungen festgestellt werden.

Lasmiditan: neues Medikament im Zulassungsverfahren

Lasmiditan ist ein Serotoninrezeptoragonist und eine Weiterentwicklung der Triptane. Die Wirkung des neuen Medikaments ist mit der der Triptane vergleichbar, es verengt jedoch nicht die Blutgefäße, sondern wirkt nur auf bestimmte Serotoninrezeptoren. Sein Vorteil ist deshalb, dass auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die keine Triptane einnehmen dürfen, mit Lasmiditan behandelt werden können. Der neue Wirkstoff befindet sich momentan noch im Zulassungsverfahren. Voraussichtlich erhält er die Zulassung in den USA noch im Jahr 2018.
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