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Symptome der Magersucht (Anorexia nervosa)



Untergewicht, Bewegungsdrang, Kontrollzwang – Symptome und Anzeichen von Magersucht (Anorexia nervosa) gibt es viele. Die wichtigsten im Überblick.

Bauch mit Maßband © Thinkstock
  • Untergewicht
    Magersüchtige unternehmen sehr große Anstrengungen, um ihr Körpergewicht so weit wie möglich zu reduzieren. Häufig liegt es bei mindestens 15 Prozent unter dem erwarteten Gewicht für ihre Altersgruppe und Statur. Der BMI (Body-Mass-Index) ist niedriger als 18,5, der Grenze zum Untergewicht. Für Kinder und Jugendliche gelten altersabhängige Grenzwerte für den BMI.
  • Furcht vor Gewichtszunahme     
    Magersüchtige haben sehr große Angst davor zuzunehmen und dick zu werden. Obwohl sie untergewichtig sind, löst schon eine Zunahme von wenigen Gramm eine regelrechte Panik aus.
  • Kontrollzwang
    Mit exzessiver Gewichtskontrolle, vermeiden von hochkalorischen Speisen, übertriebener körperlicher Aktivität, dem vollständigen Verzicht auf Nahrung oder mit der Beschränkung auf spezielle Nahrungsmittel, beispielsweise Vegetarismus, erzielen Menschen mit Magersucht ihr gewünschtes Gewicht. Damit wollen sie zumindest beim Essen die Selbstbestimmung und die Kontrolle über das eigene Handeln behalten.
  • Körperschema-Störung
    Die Wahrnehmung von Gewicht, Maßen und Gestalt des eigenen Körpers ist gestört. Die Betroffenen fühlen sich oft zu dick oder sind überzeugt davon, dass bestimmte Körperteile, wie Bauch, Oberschenkel oder Po zu dick sind, auch wenn ihnen das Untergewicht deutlich anzusehen ist. Zusätzlich ist ihr Selbstwertgefühl extrem vom Gewicht und der Figur abhängig.
  • Hormonelle Störungen
    Die hormonellen Störungen können bei Frauen zum Beispiel zu einem Aussetzen der Regelblutung (Amenorrhö) und bei Männern zu einem Verlust von sexuellem Verlangen und Potenz führen. Bei Kindern vor der Pubertät werden Entwicklungsschritte verzögert oder gehemmt. Das Kind wächst nicht, die weibliche Brust entwickelt sich nicht und die Regelblutung bleibt aus.
  • Krankheit wird verleugnet
    Magersüchtige verleugnen ihren Hunger und sehen nicht ein, dass sie krank sind. Vielmehr stellt für sie das Hungern einen Sieg über den eigenen Körper dar. Entsprechend gering ist ihre Therapiebereitschaft.
  • Weitere Symptome
    Menschen mit Anorexie essen oft sehr langsam und entwickeln komplizierte Essrituale. Sie frieren ständig und verstecken gerne ihren Körper. Kennzeichnend ist auch eine gewisse Ruhelosigkeit und ein gesteigerter Bewegungsdrang. Häufig finden sich auch andere psychische Erkrankungen bei Magersüchtigen wie Depressionen oder Persönlichkeitsstörungen.

Autoren und Quellen
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