Dieser Inhalt benötigt den Adobe Flash Player. Diesen können Sie unter http://www.adobe.com/go/getflashplayer kostenlos herunterladen.

Das Kaposi-Sarkom bei HIV und AIDS



Das Kaposi-Sarkom – benannt nach seinem Entdecker Moritz Kaposi, 1872 – ist ein besonders bösartiger und aggressiver Tumor. Bei bestehender HIV-Infektion gilt es als AIDS-definierende Erkrankungen.

Die Medizin kennt zwei Arten des Kaposi-Sarkoms:
  • Das klassische idiopathische (ohne Ursache entstandene) Kaposi-Sarkom. Es tritt bei Menschen ohne HIV-Infektion auf.
  • Das disseminierte Kaposi-Sarkom (DKS): Es tritt bei AIDS auf. Es ist häufiger und aggressiver.

Das Kaposi-Sarkom bei einer AIDS-Erkrankung (DKS)

Etwa 30 Prozent aller AIDS-Kranken bekommen ein disseminiertes Kaposi-Sarkom. Es entsteht bei HIV-Infizierten, die keine oder keine adäquate Therapie erhalten, und gilt als AIDS-definierende Erkrankung.

Symptome des Kaposi-Sarkoms

Die Symptome sind viele, kleine, hellrote Flecken auf Haut und Schleimhäuten, die sich mit der Zeit zu derben braunroten bis bläulichen Knoten entwickeln. Die Knoten neigen dazu, Geschwüre zu bilden. Die Größe der Tumoren schwankt zwischen stecknadel- bis handtellergroß. Sie können auch innere Organe durchsetzen und dort zu lebensgefährlichen inneren Blutungen führen.

Therapie des Kaposi-Sarkoms

Wichtigste Therapie ist die Behandlung der AIDS-Infektion. Erhält der Betroffene noch keine antiretrovirale Therapie, sollte dies schnell veranlasst werden. Außerdem gibt es im Frühstadium des Sarkoms noch die Möglichkeit der chirurgischen Entfernung, der Strahlentherapie und die Vereisung mit flüssigem Stickstoff. Auch der Einsatz von Medikamenten (Zytostatika = auf die Zellteilung einwirkende Medikamente) und Interferonen kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein.

All diese Maßnahmen gelten aber nur als lebensverlängernd. Wegen der AIDS-Erkrankung ist die Prognose für ein DKS eher ungünstig.
Autoren und Quellen
Weiterführende Themen