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Therapie bei COPD: Kortison



Die Therapie der COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) wird je nach Schwergrad stufenweise durchgeführt. Dabei hat sich gezeigt, dass schwer Betroffene von inhalativen Kortikosteroiden zu profitieren scheinen.

Als Wirkstoffe stehen Beclometason, Budesonid, Fluticason und Triamcinolon zur Verfügung. Als Substanzen ausdrücklich für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zugelassen sind Beclometason, Budesonid und Fluticason. Unerwünschte Wirkungen können Heiserkeit und ein Pilzbefall mit Candida der Mund- und Rachenschleimhaut sein.

Kortison hilfreich für Patienten mit schwerer COPD

Patienten mit einer schweren COPD, die mehr als zwei plötzliche Verschlechterungen (akute Exazerbationen) im Jahr haben, bekommen Kortison zum Einatmen. Dadurch soll erreicht werden, dass es seltener zu Verschlechterungen kommt und der Gesundheitszustand sich stabilisiert. Wegen möglicher Nebenwirkungen wird vom Arzt regelmäßig geprüft, ob eine weitere Gabe unbedingt notwendig ist.

Eine Dauerbehandlung mit oralen Kortisonpräparaten wird nicht empfohlen. Ist eine orale, also systemische Kortisongabe – beispielsweise im Stadium der Exazerbation – kurzzeitig nötig, dann werden hauptsächlich Prednison und Prednisolon eingesetzt. Als unerwünschte Wirkungen können zum Beispiel Akne, „Schwangerschaftsstreifen“, eine verzögerte Wundheilung, psychische Störungen, Magenbeschwerden und Bluthochdruck auftreten. Wird Kortison über lange Zeit gegeben, besteht die Gefahr, dass ein Diabetes mellitus entsteht und/oder sich die Knochendichte vermindert (Osteoporose).
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